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Intelligente Häuser.

Das Haus, dein Freund und Helfer

Intelligente Häuser sind keine Zukunftsmusik mehr. Sie kümmern sich um die Bewohner, als wären sie ein Teil der Familie. So helfen sie, Ebben im Kühlschrank oder Fluten im Keller zu verhindern.

Mit 46 Jahren kann sie nun endlich alleine das Waschmittel besorgen. Die Rede ist nicht vom ewigen Mamakind, sondern von der intelligent vernetzten Waschmaschine, die nun selbstständig den Bestand registriert und Bestellungen tätigt. Möglich ist dieser smarte Dreh nur dank der Erfindung des Internets. Einem Informatikprofessor und seinen Studenten ist es 1969 gelungen die erste Internetbotschaft „LOG“ zwischen einem Rechner in Los Angeles und Stanford zu verschicken. Danach stürzte der Rechner ab. Dennoch war der Grundstein für die Vernetzung von Computern gelegt – und somit auch für das intelligente Zuhause. Ein Markt, der unaufhaltsam wächst.

Experten zufolge dürfte 2030 rund jedes dritte neu gebaute oder renovierte Haus über automatisierte und vernetzte Elektronik, Heizung oder Lüftung verfügen – das sind zehn mal mehr Haushalte als heute.

Dabei passt sich die Technik dem Menschen, seinen Bedürfnissen und Lebenslagen an. Junge Familien wünschen sich etwa Geborgenheit und Sicherheit. Muss der Nachwuchs von der Schule abgeholt werden, will man sich keine Sorgen um die laufende Waschmaschine daheim machen. In einem smarten Home , in dem alles miteinander verbunden ist, meldet sich diese bei einem Defekt rechtzeitig auf dem Smartphone an. Überschwemmungs-Katastrophen gehören somit der Vergangenheit an. Eine automatische Beleuchtungssteuerung mit Bewegungsmelder sorgt dafür, das Kinder nachts nicht mehr durch den dunklen Flur ins Elternschlafzimmer tappen müssen.

Licht aus, Urlaub an

Reiselustige Paare, die in einem intelligenten Zuhause leben, können sich während ihrer Abwesenheit künftig sorgenlos auf die Strandmatte fallen lassen. Denn die Haussteuerung simuliert die Anwesenheit daheim, indem das System das Licht regelmäßig an und ausgeschaltet oder die Rollläden aktiviert. Inzwischen melden vernetzte Kontakte sogar schon beim Verlassen des Hauses akustisch, ob alle Türen und Fenster geschlossen sind und der Herd ausgeschaltet ist.

Unbeschwert soll es vor allemauch im Alter zugehen, wenn Unfallsicherheit und Komfort eine wichtige Rolle spielen. Um die eigenen vier Wände altersgerecht zu gestalten, muss es aber nicht immer gleich der Komplettumbau sein. Auch kleinere Veränderungen bei einem Altbau, wie etwa automatische Eingangstüren oder Garagentore, können nachgerüstet werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann Störungsmeldungen auch direkt an Familienmitglieder, Nachbarn oder eine Leitstelle schicken lassen. Auf sein Haus ist in jedem Fall Verlass. Denn es ist nicht mehr nurein Haus. Esist ein Denker und Hüter.

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