• Ratgeber
  • Eigenheim

Hausgeld, Müllentsorgung, Betriebskosten.

Auch nach dem Wohnungskauf fallen monatliche Kosten an.

Endlich mietfrei zu wohnen, ist einer von vielen guten Gründen für den Kauf einer Eigentumswohnung. Doch sollte man bedenken, dass nun regelmäßig Hausgeld für Nebenkosten wie die Müllentsorgung bezahlt werden muss.

Ein Haus oder eine Wohnung sein Eigentum zu nennen, das ist der große Wunsch vieler Singles, Paare und Familien. Keine Miete mehr zu bezahlen, sein eigener Herr zu sein und im Alter mehr von der Rente zu haben, das ist es, was viele dazu bringt, früh für den großen Traum zu sparen. Doch wer sich für eine Eigentumswohnung entscheidet, sollte bei der Finanzierungsberechnung neben Zins und Tilgung auch die laufenden Kosten für die Instandhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums, für die Verwaltungskosten sowie für die Betriebskosten – etwa Hausmeister, Müllentsorgung, Wasser, Hausstrom, Aufzug, Reinigung und Versicherung – berücksichtigen. Diese laufenden Kosten werden durch das Hausgeld abgedeckt, das jeder Eigentümer monatlich an den Immobilienverwalter zahlt. Die Höhe des Hausgeldes kann stark variieren, da es unterschiedliche Gebäudealtersklassen, technische Standards und Sanierungsstände gibt.

Alle legen zusammen

Die klassischen Betriebskosten lassen sich in der Regel recht genau bestimmen. Bei den Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung jedoch gibt es sehr große Unterschiede. Zu Arbeiten dieser Art zählt zum Beispiel eine Dach- und Fassadensanierung oder der Austausch einer alten Heizung. Dafür spart die Wohnungseigentümergemeinschaft über den sogenannten Wirtschaftsplan einen angemessenen Betrag, der als Rücklage ausgewiesen wird. Reicht die Rücklage für die Finanzierung nicht aus, muss die Gemeinschaft die fehlenden Geldmittel über eine Sonderumlage aufbringen oder einen Kredit in Anspruch nehmen. Für energetische Sanierungsmaßnahmen beispielsweise gibt es eine Reihe von KfW-Programmen, die auch Wohnungseigentümergemeinschaften abrufen können.

Die Höhe des Hausgeldes bemisst sich nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile der Wohnung zur Gesamtheit aller Miteigentumsanteile. Oftmals wird dabei die Wohnfläche mit der Gesamtwohnfläche verglichen. Da es jedoch auch andere Verteilungsschlüssel gibt, sollte man sich im Vorfeld eines Erwerbs genau darüber informieren. Die exakten Anteile aller Eigentümer sind im Wirtschaftsplan festgeschrieben. Weitere, möglicherweise mit Kosten verbundene Verpflichtungen für den Einzelnen beinhaltet die Teilungserklärung.

Mehr Quadratmeter, mehr Hausgeld

In einer jährlichen Hausgeldabrechnung rechnet der Verwalter die Einnahmen, also die Hausgelder der Eigentümer, und die Ausgaben ab. Diese Abrechnung stellt er den Eigentümern in einer Versammlung vor, die sie durch einen einfachen Mehrheitsbeschluss verabschieden. Auch die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH engagiert sich bereits seit über 60 Jahren in diesem Bereich und betreut heute rund 14.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten in ganz Deutschland.

Eines sollte man jedoch nicht vergessen: Die gemeinschaftlichen Aufgaben enden in der Regel an der Wohnungstür. Um die Reparatur einer defekten Armatur, die Sanierung der Wohnungselektrik oder die Erneuerung von Bodenbelägen muss sich jeder Wohnungseigentümer selbst kümmern – ab hier ist dann jeder sein eigener Herr.

Weitere Artikel zum Thema

Vom Musterhaus zum Traumhaus: Ein Ratgeber für Bauherren

Der Besuch in einem Musterhaus kann für Bauherren eine wertvolle Inspirationsquelle sein.

Mehr lesen

Ratgeber Neubau: So finden Sie den richtigen Architekten.

Es lohnt sich, für die Planung und Ausführung eines Neubaus einen eigenen Architekten zu beauftragen. Doch wie findet ein Bauherr den richtigen Partner?

Mehr lesen