Geschrieben von 99chairs

Ordnung schaffen und halten.

Ausmisten und Einräumen mit System.

Fast jeder Haushalt kennt die Situation: Vom letzten Umzug stehen noch ein paar unausgepackte Kisten in der Ecke, die neue Garderobe findet keinen Platz im übervollen Kleiderschrank, die provisorischen Baulampen im Flur gehören schon fast zum Inventar, und für den Design-Feinschliff und die Bilder an der Wand wird bestimmt bald ein Schlecht-Wetter-Tag kommen, an dem man das dann alles nachholen kann. Bevor man irgendwann in Panik verfällt, weil immer mehr Baustellen den Schöner-Wohnen-Traum in noch weitere Ferne rücken lassen, hilft es, die vorhandenen Dinge erst einmal zu ordnen und so eine gute Grundstruktur für das eigene Zuhause zu schaffen.

Aufräumen priorisieren – welche Ecke ärgert Sie am meisten?

Setzen Sie Prioritäten: Die Baulampen im Flur beispielsweise sind zwar nicht so schick, aber erfüllen ihren Zweck, während das Ausmisten des Kleiderschranks nicht weiter aufgeschoben werden kann, weil dieser aus allen Nähten platzt. Genau dort wo es am dringendsten nötig ist, fangen Sie an. Zeitaufwendiger, aber definitiv lohnenswert ist es, sich im Zuge der Neuorganisation auch von alten Sachen zu trennen, getreu dem Motto: „Wer Ordnung in der Wohnung schafft, schafft auch Ordnung im Kopf!“. Im Laufe eines Lebens sammeln wir unheimlich viele Dinge an, die wir doch nicht benötigen. Wie aber funktioniert eigentlich erfolgreiches Ausmisten?

Effizienter Ausmisten

Eine der bekanntesten systematischen wie effizienten Möglichkeiten, die schon unzähligen Menschen weltweit beim Ausmisten geholfen hat, benötigt lediglich zwei Kisten als Hilfsmittel. Das Prinzip ist kinderleicht: In die erste Kiste kommt alles, wovon Sie sich sofort trennen können. Das kann Kleidung sein, aber auch Küchengeräte, Geschirr, Bücher oder unliebsame Deko. Gehen Sie gerne einmal Ihren ganzen Hausstand durch. In die zweite Kiste, die Entscheidungskiste, wiederum wandert alles, wovon man sich noch nicht sofort trennen kann. Dabei handelt es sich meist um Gegenstände, die noch einen gewissen sentimentalen Wert haben, oder von denen man denkt, man könnte sie in Zukunft doch noch einmal gebrauchen. Der Inhalt der ersten Kiste kann im Anschluss an die Aktion direkt entsorgt oder gespendet werden, damit ist schon einmal ein guter Anfang gelungen. Die zweite Kiste wandert an einen ruhigen Ort, z.B. in den Keller, die Abstellkammer oder den Dachboden, dort darf sie für eine vorher festgelegte Zeit, z.B. 90 Tage bleiben. Braucht man etwas aus der Kiste, nimmt man es heraus und legt es auch nicht wieder zurück. Alles was sich nach Ablauf der Zeit noch in der Kiste befindet, hat sich als unnötiger Ballast entpuppt und kann getrost entsorgt oder verschenkt werden. Mithilfe dieser Methode kann man sicher gehen, nichts herzugeben, worüber man sich irgendwann später ärgern wird. Auch hilft der schrittweise Abschied, sich von sentimentalen Erinnerungsstücken zu befreien, die man nicht sofort loslassen kann.

Frau räumt Regal auf

Ausmisten mit der Minimalismus-Challenge

Wenn man sich das Ausmisten nicht alleine zutraut und dafür mehr Zuspruch benötigt, kann es helfen, mit anderen gemeinsam das Ziel zu verfolgen und sich gegenseitig Mut zu machen. In den letzten Jahren haben sich immer wieder virtuelle Gemeinschaften zur sogenannten Minimalismus-Challenge zusammengeschlossen. Gemeinsam wird einen Monat lang Schritt für Schritt entrümpelt und die kleinen Erfolge werden dokumentiert.

Die Spielregeln sind auch bei dieser Methode denkbar einfach: Sie fangen mit einem Gegenstand am ersten Tag an und steigern die Anzahl der Dinge, die ein neues Zuhause finden sollen oder direkt in die Tonne wandern, bis auf 30 am letzten Tag. Es ist egal, wie groß oder klein der Gegenstand ist, es geht vor allem darum, sich der vielen kleinen Dinge bewusst zu werden, die wir tagtäglich anhäufen, und so schrittweise dem Ziel näher zu kommen.

Frau hängt Bild auf

Ordnung und neu gewonnenen Platz genießen

Egal welche Methode für Sie in Frage kommt, letztlich ist es immer ein befreiendes Gefühl, sich von Altlasten zu trennen, um Platz zu schaffen für Neues. Im Anschluss daran steht einer Neuorganisation nichts mehr im Wege, die hoffentlich Lust macht, mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen, um die neue Ordnung zu genießen. Damit der Genuss lange anhält, empfiehlt es sich, Dingen einen bestimmen Platz zuzuweisen. So kommen zum Beispiel, wenn man nach Hause kommt, die Schuhe sofort in der Schuhschrank, die Jacke findet ihren Platz nicht auf dem Sofa, sondern wird gleich an der Garderobe aufgehängt. Investieren Sie die Zeit, die Sie sonst eventuell mit Suchen verbringen, in ein paar wenige aber dafür tägliche Handgriffe, die die Wohnung gepflegt und aufgeräumt wirken lassen. Gern gesuchte Gegenstände wie Schlüssel, Telefon oder Brille daher am besten immer am selben Platz ablegen. Verlassen Sie Ihre Wohnung so, dass Sie sich auf das Nachhausekommen freuen. Sie haben morgens nicht die Zeit dazu, das Frühstücksgeschirr gleich in die Spülmaschine zu räumen oder das Bett zu machen? Stoppen Sie einfach mal die Zeit, die Sie für diese Handgriffe brauchen, und Sie werden sehen, dass es schneller geht, als Sie gedacht haben. Und wenn Sie mit Ihrem Zimmerservice zufrieden waren, gönnen Sie sich doch einfach eine Kleinigkeit – Sie haben doch jetzt wieder Platz für Neues…


Autor: 99chairs

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