• Geld und Energie sparen

Ausgezeichnete Wahl bei Gas und Öl.

Die Brennwertheizung.

Bis zu 30 % Energie spart eine moderne Brennwertheizung ein. In Kombination mit Solarthermie erreicht sie sogar bis zu 50% Energiekostenersparnis.

Eine moderne Brennwertheizung ersetzt veraltete Heizkessel und macht sich in wenigen Jahren bezahlt. Wenn die bestehende Heizung mehr als 15 Jahre alt ist, kann sie von der Effizienz her nicht mehr mit einem neuen Heizsystem mithalten. Ältere Heizkessel blasen jede Menge Wärme ungenutzt durch den Schornstein. Die Abgase sind bis zu 150 Grad Celsius heiß. Brennwertkessel nutzen die Wärme der Abgase und verwandeln sie in Wasserdampf. Dadurch geht fast keine Energie mehr verloren und die Abgase sind deutlich kühler. Bis zu 30 Prozent Energiekosteneinsparung sind auch noch drin. Brennwertkessel lassen sich außerdem gut mit Solarthermie und erneuerbaren Energien kombinieren.

Wie funktioniert eine Brennwertheizung

Brennwertheizungen nutzen neben der Heizwärme erzeugenden Verbrennung von Gas oder Öl auch die Wärme in den Abgasen. Damit erreichen sie eine sehr hohe Energieausnutzung. Bei alten Heizungen entweicht diese Wärme ungenutzt durch den Schornstein.

Brennwertheizung mit Öl

Wer bei der Heizungsmodernisierung auf Öl setzt, kann das beruhigt tun. Moderne Ölheizungen erreichen eine hohe Energieausnutzung und arbeiten damit effizienter denn je. Das Öl wird im Brennwertkessel fast vollständig in Wärme umgewandelt. Die Wärme des im Abgas entstehenden Wasserdampfs wird zusätzlich zum Heizen genutzt. Am saubersten verbrennt schwefelarmes Heizöl. Weil keine Rückstände entstehen, sinkt der Wartungsaufwand für Heizkessel und Brenner. Die Brennwertheizung muss nur alle zwei Jahre vom Schornsteinfeger kontrolliert werden.

Brennwertheizung mit Gas

Brennwertheizungen mit Erd- oder Flüssiggas gehören derzeit zu den effizientesten Heizsystemen. Im Vergleich zu einer 30 Jahre alten Gasheizung spart ein moderner Brennwertkessel in Kombination mit gedämmten Rohrleitungen Heizkosten von rund 30 Prozent. Die Brennwertheizung mit Gas erreicht ihren hohen Wirkungsgrad, weil sie neben der Wärme aus dem Abgas auch die latente Wärme im Wasserdampf zusätzlich zum Heizen nutzt. Ein weiterer Einspareffekt ergibt sich aus der modulierenden Arbeitsweise. Die Heizung lässt sich flexibel einstellen und benötigt keine hohen Vorlauftemperaturen. Übrigens: Beim Einbau einer Brennwertheizung – egal ob mit Gas oder Strom betrieben - benötigt der Schornstein gegebenenfalls eine Ertüchtigung. Meist genügt es, ein Rohr in den vorhandenen Schornstein einzuziehen. Damit ist er dann ausreichend vor dem Kondenswasser im Abgas geschützt.

Großer Vorteil: hohe Energieeffizienz

Durch die hohe Energieausnutzung von bis zu 90 Prozent ist eine moderne Brennwertheizung sehr sparsam im Vergleich zu alten Gas- oder Ölheizungen. Der Einspareffekt wird noch durch die Nutzung der im Abgas enthaltenen Wärme verstärkt. Wer seine Heizung zusätzlich mit Solarthermie kombiniert erreicht eine Energiekostenersparnis von bis zu 50 Prozent.

Die Kosten für den Einbau der Brennwertheizung

Egal ob Gas oder Strom, der Einbau der neuen Heizung mit Brennwerttechnik kostet inklusive Installation durchschnittlich 8.000 Euro. Soll noch eine Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung und ggf. auch zur Heizungsunterstützung eingebaut werden, entstehen Kosten von insgesamt rund 15.000 bis 20.000 Euro. Benötigt der Schornstein eine Ertüchtigung, dann kommen abhängig von der Rohrlänge nochmals 600 bis 1.200 Euro dazu. Übrigens: Die KfW fördert den Einbau moderner Brennwertheizungen mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten.

Der Brennwertkessel kombiniert mit Solarthermie und erneuerbaren Energien

Moderne Brennwertheizungen lassen sich bestens mit einer thermischen Solaranlage kombinieren. Auch die Anbindung weiterer erneuerbarer Energien ist möglich. Beispielsweise können Hausbesitzer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und einen Kaminofen in die Hybridheizung einbinden. Die Solarthermie unterstützt die Warmwasserbereitung und – je nach Größe – auch die Heizung. Bei einem 4-Personen-Haushalt genügen 5 m² Kollektorfläche um 60 Prozent des Warmwasserbedarfs abzudecken. Eine zwei bis dreimal mal so große Kollektorfläche unterstützt auch die Heizung. Damit lässt sich der Verbrauch von Öl und Gas nochmals um 10 bis 20 Prozent reduzieren. Für Hausbesitzer ist es wichtig, diese Maßnahmen bei der Planung zu berücksichtigen, auch wenn sie erst später durchgeführt werden.

Kfw fördert Einbau von Brennwertheizung

Über das Programm Energieeffizient Sanieren fördert die KfW auch Einzelmaßnahme wie den Einbau einer modernen Gas- oder Ölheizung mit Brennwerttechnik. Hausbesitzer können wählen zwischen einem zinsgünstigen Kredit (KfW-Programm 152) und einem Zuschuss (KfW-Programm 430). Voraussetzung ist, dass die neue Heizung die hohen technischen Anforderungen der KfW erfüllt. Wird ein Zuschuss beantragt, deckt er 10 Prozent der Kosten bzw. maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.

Vorschriften für Einbau und Betrieb von Heizkesseln

Für Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, ist der Betrieb seit 2015 untersagt,

  • wenn der Heizkessel vor dem 1.1.1985 eingebaut oder aufgestellt wurde.
  • bzw. nach Ablauf von 30 Jahren nach Einbau oder Aufstellung untersagt, wenn der Heizkessel nach dem 1.1.1985 eingebaut oder aufgestellt wurde.

Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder von bis zu 50.000 € nach EnEV 2014 (Energieeinsparverordnung) Abs. 1 Nr. 4. Eine Ausnahme bilden Brennwertkessel und Niedrigtemperaturkessel.

Weitere Tipps

  • Wer beim Einbau einer neuen Brennwertheizung gleich die komplette Heizungsanlage modernisieren lässt, kann einen höheren Zuschuss bei der KfW beantragen. Das KfW-Heizungs- und Lüftungspaket sieht einen Zuschuss von 15 % der Sanierungskosten, maximal 7.500 € pro Wohneinheit vor. Allerdings sind dabei die strengen Vorgaben der KfW einzuhalten.
  • Die KfW-Vorgaben verlangen beispielsweise, dass externe Umwälzpumpen Hocheffizienzpumpen der Klasse A sind. Des Weiteren muss die Heizungsanlage maximale Vorlauftemperaturen am Auslegungspunkt unter 60 ° C aufweisen und damit für einen dauerhaften Brennbetrieb geeignet sein. Vor Einbau der neuen Brennwertheizung muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, um die Heizlastbestimmung pro Raum festzulegen. Sollten dafür weitere Umbaumaßnahmen an Heizkörpern oder Verteilnetz nötig sein, sind diese auch KfW-förderfähig.
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