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Wärmende Hülle und Energiekostenbremse.

Die Fassadendämmung.

Die Fassadendämmung ist eine wirksame Maßnahme, um die Energiekosten spürbar zu senken und das Klima zu schonen. Mit den verschiedenen Methoden und Materialien lässt sich jeder Gebäudetyp effizient dämmen. Der Staat fördert die Maßnahme mit Zuschüssen.

Das wohl kleinste Haus Berlins

Mit einer Fassadendämmung lassen sich die Energiekosten spürbar reduzieren. Durch eine ungenügend gedämmte Fassade können mehr als 25 Prozent der Heizwärme entweichen. Dabei ist Feuchtigkeit der ausschlaggebende Faktor. Schon bei 10 Prozent Feuchtigkeit verlieren Wände die Hälfte ihres Dämmwerts. Da bei einer Kompletterneuerung des Putzes die Außendämmung laut Energiesparverordnung (EnEV) gleich mit erledigt werden muss, lohnt es sich, die Energieeinsparungsmöglichkeiten dabei zu prüfen. Aber auch wer nur einen neuen Anstrich plant, sollte lieber gleich ans Energiesparen denken. Denn ein großer Teil der Kosten bei Fassadenarbeiten entfällt auf das Gerüst.

Die Methoden der Dämmung unterscheiden sich je nach technischer Umsetzung und Kosten erheblich. Die Kosten für die Fassadendämmung amortisieren sich abhängig von der Dämmmethode über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren durch die Energiekosteneinsparung. Auch die Umwelt freut sich über diese Maßnahme.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Fassadendämmung

Generell können Hausbesitzer zwischen drei Dämm-Methoden wählen:

Die Außendämmung:
Es gibt zwei Varianten für die Außendämmung der Fassade: Zur Dämmung von Putzfassaden eignet sich vor allem eine Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Dabei werden Dämmplatten direkt auf die Fassade geklebt oder gedübelt und dann verputzt.

Soll die Fassade nicht neu verputzt werden, ist eine Verkleidung z.B. aus Holz, Klinker oder Faserzementplatten denkbar. Sie wird einfach mit entsprechender Unterkonstruktion vor die alte Fassade gehängt. Zwischen oder unter den Trägerprofilen wird die Dämmung angebracht. Durch die Hinterlüftung zwischen Dämmung und Verkleidung kann Kondenswasser schnell abtrocknen. Diese Art der Fassadendämmung mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) ist nahezu wartungsfrei, sehr langlebig und ermöglicht hohe Dämm-Dicken.

Die Innendämmung:
Bei Häusern mit denkmalgeschützter oder erhaltenswerter Fassade empfiehlt sich eine Innendämmung der Außenwand. Auch wenn außen nicht genügend Raum vorhanden ist, weil das Gebäude beispielsweise direkt auf der Grundstücksgrenze steht, ist diese Art der Fassadendämmung möglich. Da sie aber die Wohnfläche verkleinert, sollte sie gründlich bedacht und nicht aus Kostengründen einer Außendämmung vorgezogen werden.

Die Kerndämmung:
Eine Kerndämmung kommt nur bei zwei- oder mehrschaligem Wandaufbau in Frage. Dabei werden je nach Dämmmaterial in den vorhandenen Luftraum Flocken, Perlen oder Granulat geblasen oder geschüttet. Wichtig dabei ist, dass ausreichend Hohlraum zur Verfügung steht. Mindestens fünf Zentimeter Luftraum sollten es sein. Bei zehn Zentimetern und einem hochwertigen Dämmstoff lassen sich bereits gute Ergebnisse bei der Kerndämmung erreichen.

Die 10 häufigsten Dämmstoffe

Dämmstoffe unterscheiden sich in ihrer Dämmwirkung, dem Hitzeschutz, der Wasserdampfdurchlässigkeit und nicht zuletzt im Preis. Die 10 häufigsten Dämmstoffe sind:

  • EPS (Styropor): Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 0/5, Wasserdampfdurchlässigkeit gering, Preis*: 3 – 8 €/m2
  • Mineralwolle: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 0/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 3 – 8 €/m2
  • Holzfaserdämmplatte: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 1/5, Wasserdampfdurchlässigkeit gering, Preis*: 14 – 20 €/m2 und mehr
  • Mineraldämmplatte: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 3/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 6 – 12 €/m2
  • XPS Hartschaum: Dämmwirkung 5/5, Hitzeschutz 0/5, Wasserdampfdurchlässigkeit gering, Preis*: 10 – 16 €/m2
  • PUR Hartschaum: Dämmwirkung 5/5, Hitzeschutz 1/5, Wasserdampfdurchlässigkeit gerin, Preis*: 14 - 20 €/m2
  • Zellulose: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 2/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 10 - 20 €/m2
  • Perlite: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 1/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 10 - 16 €/m2
  • Hanf/Flachs: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 3/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 10 - 27 €/m2
  • Schaumglasplatten: Dämmwirkung 4/5, Hitzeschutz 2/5, Wasserdampfdurchlässigkeit gering, Preis*: 20 – 60 €/m2
  • Schaumglasschotter: Dämmwirkung 2/5, Hitzeschutz 2/5, Wasserdampfdurchlässigkeit hoch, Preis*: 6 - 12 €/m2

* Die Preise beziehen sich auf eine Dämmstärke von 10 cm pro Quadratmeter.

Kosten der Fassadendämmung

Da bei der Modernisierung der Fassade ein großer Teil der Kosten auf die Stellung des Baugerüstes und die Putzarbeiten entfällt, lohnt es sich Maßnahmen zur Fassadendämmung gleich mit zu berücksichtigen. Für die verschiedenen Dämmvarianten kann man mit folgenden Kosten rechnen:

Eine Außendämmung mit einem Wärmedämmungsverbundsystem (WDVS) kostet 90 – 150 €/m2 Außenwand. Die Kostenspanne ergibt sich durch die verschiedenen Dämmmaterialien und -stärken.

Bei einer hinterlüfteten Vorhangfassade sind das Material für die Fassadenverkleidung (Schiefer, Holz, Ziegel) sowie die Unterkonstruktion entscheidend für die Kosten. Je nach Ausführung kostet diese Dämmvariante 170 – 250 €/m2 Außenwand.

Eine Innendämmung ist im Normalfall günstiger als eine Außendämmung, da z.B. das Baugerüstes entfällt. Es fallen Kosten in Höhe von 60 – 100 €/m2 an.

Die günstigste und schnellste Form der Fassadendämmung ist die Kerndämmung mit 15 – 30 €/m2. Allerdings kann sie nur bei mindestens zweischaligen Wänden durchgeführt werden.

Übrigens: Der Staat bezuschusst die Fassadendämmung!

Fördermöglichkeiten: Geld vom Staat

Mit dem KfW-Programm 430 vergibt die KfW einen Gesamtzuschuss von 10% der Kosten, maximal 5.000 € pro Wohneinheit bei Einzelmaßnahmen wie einer Fassadendämmung.

Darüber hinaus bietet die KfW einen zinsgünstigen Kredit (KfW 152) für Einzelmaßnahmen wie bspw. eine Fassadendämmung an. Das sind 50.000 € pro Wohneinheit sowie ein Tilgungszuschuss von 7,5%.

Manchmal fördern auch Land, Gemeinde oder Energieversorger energetische Modernisierungsmaßnahmen. Das ist oft ein Zuschuss von mehreren tausend Euro, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Übrigens: Der Wüstenrot Fördergeld-Service ermittelt die besten Fördermöglichkeiten für Sie und nimmt Ihnen die Antragstellung ab!

Vorschriften zur Fassadendämmung

Bei der Fassadendämmung gibt es eine Reihe von Vorgaben zu beachten vor allem die Energiesparverordnung (EnEV 2014). Sie gilt nicht nur bei Dämmmaßnahmen, sondern auch wenn der Putz oder die Fassadenbekleidung erneuert werden.

Nach EnEV 2014 muss der Wärmeschutz der Fassade mit einer Dämmung verbessert werden, wenn die Außenwand eines Hauses mit Platten verkleidet, eine Vorsatzschale angebracht oder der Außenputz komplett erneuert werden soll. Als Ausnahmen gelten Außenwände, die bereits unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind.

Werden die Innenwände erneuert, ist die Maßnahme der Innendämmung übrigens nicht zwingend vorgeschrieben. Auch für denkmalgeschützte Häuser, bei Sichtfachwerk oder wenn der Platz für die Dämmung aus technischen Gründen begrenzt ist, gelten Sonderregelungen.

Weitere Tipps zur Fassadendämmung

  • Die Fassadendämmung ist eine Maßnahme von mehreren, die zu einem gut gedämmten, energieeffizienten Haus führt. Weitere Schwachstellen können Fenster, Dach und Keller sein. Auch hier kann bei einem nicht zeitgemäßem Zustand eine Menge Energie entweichen.
  • Eine Fassadendämmung, egal ob außen oder innen, ist immer eine Aufgabe für einen Fachmann. Gehen Sie auf erfahrene Handwerker vor Ort zu!
  • Wüstenrot bietet mit dem kostenlosen Fördergeld-Service eine einzigartige Serviceleistung an. Sichern Sie sich einfach und direkt die Fördergelder, die Ihnen zustehen. Wir benötigen lediglich ein Handwerkerangebot für die energetische Modernisierungsmaßnahme. Alles Weitere übernehmen wir für Sie. Achtung: Die Maßnahmen dürfen noch nicht beauftragt worden sein und müssen in Summe mind. 3.000 € betragen.

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