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Energiestandards für Neubau und Sanierung.

Haustypen im Vergleich.

Für ein Haus mit hohem Energiestandard zahlen Verbraucher einen Teil der Energiekosten am Anfang und sparen ein Leben lang viel Geld. Bei der Wahl des passenden Haustyps gibt es heute viele Möglichkeiten.

Energieeffizienz schafft Unabhängigkeit

Geht es um einen Neubau oder eine Sanierung, stehen Bauherren und Hausbesitzern heute zahlreiche Haustypen und Energiestandards zur Verfügung. Welcher am besten passt, hängt dabei nicht nur von den eigenen Wünschen, sondern auch vom Budget ab. Denn je höher der Energiestandard ist, desto höher sind oft auch die Investitionskosten.

Woran Viele dabei nicht denken, ist jedoch, dass es für einen energiesparenden Haustyp auch mehr Fördermittel gibt. Noch viel wichtiger: Je effizienter das Haus ist, desto geringer sind auch die Energiekosten. So zahlen sich höhere Investitionen über die Lebens- und Nutzungsdauer eines Gebäudes oft vielfach aus. Mit der richtigen Technik sorgen sie dazu für Unabhängigkeit und finanzielle Freiheit bis ins hohe Alter.

Haustypen und Energiestandards im Vergleich

Heute gibt es viele Haustypen für Neubau und Sanierung. So können Bauherren und Hausbesitzer zum Beispiel folgende Energiestandards wählen:

  • Energiesparhaus
  • Niedrigstenergiehaus
  • KfW-Effizienzhaus
  • Passivhaus
  • Sonnenhaus
  • Energieautarkes Haus
  • Plusenergiehaus

Das Energiesparhaus für viele Baustandards

Das Energiesparhaus ist eigentlich kein eigener Haustyp. Viel mehr bildet es den Oberbegriff für eine ganze Reihe moderner Energiestandards. Sie erreichen alle mindestens die Anforderungen der Energieeinsparverordnung an einen Neubau, verlieren nur wenig Wärme und verursachen niedrige Energiekosten.

Das Niedrigstenergiehaus als gesetzlicher Mindeststandard

Das Niedrigstenergiegebäude wird ab dem Jahr 2021 zum Baustandard in Europa. So sieht es die 2010 verabschiedete EU-Gebäuderichtlinie vor. Neue Häuser benötigen dann durch starke Dämmung fast keine Heizenergie. Den übrigen Bedarf werden sie fast ausschließlich mit erneuerbaren Energien decken.

Das KfW-Effizienzhaus für Förderung und Finanzierung

Das KfW-Effizienzhaus beschreibt die Energiestandards der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW). Sie orientieren sich an der Energieeinsparverordnung und sind ausschlaggebend für die Höhe der Förderung. In verschiedenen Abstufungen unterscheidet man dabei Gebäudeklassen, die zum Beispiel bei der Sanierung den EnEV-Stand erreichen (KfW-Effizienzhaus 100) oder die Anforderungen der Verordnung um mindestens 45 Prozent übertreffen (KfW-Effizienzhaus 55).

Das Passivhaus nutzt zahlreiche Wärmegewinne

Ein Passivhaus ist ein Energiestandard, der aufgrund seiner hohen energetischen Qualität keine klassische Heizung benötigt. Der Haustyp nutzt Wärmegewinne wie die Einstrahlung der Sonne perfekt aus und lässt sich allein über die Lüftung mit Wärme versorgen. Wichtig ist dazu eine besonders dichte und gut gedämmte Gebäudehülle.

Das Sonnenhaus heizt mit Solarthermie

Das Sonnenhaus ist ein Gebäude, das ganzheitlich auf die solare Beheizung ausgerichtet ist. Neben großflächigen Solaranlagen für die Heizung und die Warmwasserbereitung nutzt es auch passive Gewinne gut aus. Dabei sind alle Fensterflächen so geplant, dass die bloße Einstrahlung der Sonne viel Wärme ins Haus bringt.

Das energieautarke Haus versorgt sich selbst

Ein energieautarkes Haus verliert wenig Wärme und kann sich selbst mit kostenfreier Umweltenergie aus der Sonne versorgen. Ein Speicher, der im Einfamilienhaus nicht selten 10.000 Liter Wasser fasst (das reicht für 70 vollgefüllte Badewannen), sammelt dabei das ganze Jahr über solare Wärme, die der Heizung dann bis in den Winter zur Verfügung steht.

Das Plusenergiehaus liefert hohe Gewinne

Das Plusenergiehaus beschreibt ein Gebäude, das mehr Energie gewinnt, als es selbst verbraucht. Da das bei diesem Haustyp aber nur über die Jahresbilanz funktioniert, ist dennoch eine Heizung mit Gas, Öl, Holz oder Umweltwärme nötig.

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