• Geld und Energie sparen

Effizient und klimafreundlich heizen mit Holz.

Die Pelletheizung.

Eine Pelletheizung erreicht einen sehr niedrigen Primärenergiefaktor von 0,2. Brennwerttechnik in Kombination mit Solarthermie und Pufferspeicher ist eine effiziente Energiesparmaßnahme und senkt damit auch die Heizkosten spürbar.

Eine Pelletheizung eignet sich perfekt als Zentralheizung für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Wenn der alte Heizkessel in die Jahre gekommen ist, können Hausbesitzer ein Umrüsten auf umweltfreundliches Heizen mit Holz erwägen. Denn Pellets sind CO2-neutral. Sie setzen als Heizmaterial nur so viel CO2 frei, wie sie vorher als Baum absorbiert haben. Zusätzlich produzieren Bäume aber auch noch Sauerstoff. Wem vor allem an einer hohen Energieeffizienz gelegen ist, der ist mit einer Heizung mit Brennwerttechnik gut beraten. Diese ist bei Gas- und Ölheizungen schon Standard und setzt sich langsam auch bei Pelletheizungen durch. Pellets sind deutlich günstiger als vergleichbare Mengen an Öl oder Gas. Damit ist eine Pelletheizung nicht nur eine sehr gute Entscheidung für die Umwelt, sondern langfristig auch fürs Haushaltsbudget.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Moderne Pelletheizungen können vollautomatisch betrieben werden. Durch eine Förderschnecke oder ein Saugfördersystem gelangen die Pellets bedarfsgerecht zum Heizkessel. Dabei nimmt der Lagerraum im Idealfall den Jahresbedarf an Holzpellets auf. Die Befüllung erfolgt per Silotankwagen. Vollautomatische Holzpellet-Zentralheizungen weisen damit einen mit herkömmlichen Ölheizungen vergleichbaren Bedienkomfort auf.

Pellet-Einzelöfen werden direkt im zu beheizenden Wohnraum aufgestellt. Ein separater Vorratsbehälter für Holzpellets muss von Hand befüllt werden. Die genaue Steuerung und Dosierung der Pellets erfolgt durch einen Thermostatregler, der die Raumtemperatur misst und so den exakten Heizbedarf ermittelt. Einzelöfen mit Wassertaschen können einfach an das Heizsystem angeschlossen werden. Sie verfügen über eine Wassertasche, die Wasser erwärmt und dann an das Heizsystem weiterleitet. Damit lassen sich dann weitere Räume beheizen oder das Brauchwasser erwärmen. Pelletheizungen sind auch perfekt mit Solaranlagen kombinierbar.

Die Vorteile der Pelletheizung

Pelletheizungen sind in der Anschaffung und Installation etwas teurer als Gas- und Ölheizungen. Langfristig haben sie aber einige Vorteile:

  • Klimaneutral: Durch das Verheizen von überwiegend regionalen Holzabfällen hat die Pelletheizung eine sehr gute Umweltbilanz. Selbst die Asche, die bei der Verbrennung entsteht, kann als Dünger verwendet oder über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Günstige Kilowattstunde: Eine Kilowattstunde (kWh) auf Basis von Pellets kostet rund 5,5 Cent. Bei Öl sind es über 8 Cent und bei Gas ca. 7 Cent. Wer sich für eine Pelletheizung entscheidet kann pro Jahr mehrere hundert Euro sparen.
  • Bedarfsgerecht bestellen: Anders als bei Gas können Hausbesitzer sich die Pelletmengen bedarfsgerecht bestellen. Wer im Sommer ordert, zahlt in der Regel geringere Preise.
  • Anpassungsfähig: Beim Umstieg auf eine Pelletheizung können die alten Heizkörper und -leitungen weiter genutzt werden. Allerdings müssen der Pelletkessel und das Pelletlager erneuert werden.
  • Preisstabil: Im Vergleich zu Gas- und Ölpreisen steigen die Preise für Pellets nur gering. Holz ist in unseren Breitengraden ein ausreichend vorhandener, nachwachsender Rohstoff.

Pelletheizung: teure Anschaffung, günstiger Betrieb

Wer sich eine komplette Pelletheizung einbaut, muss für Pelletkessel, Pufferspeicher, Fördersystem, Pelletlager und die Installation der Pelletheizung mit Kosten zwischen 15.000 und 20.000 Euro rechnen. Die laufenden Kosten sind dafür geringer als bei Gas- oder Ölheizung und bleiben es auch langfristig. Einzelne Pelletöfen ohne Wassertasche gibt es schon ab unter 3.000 Euro. Für Pelletöfen mit Wassertasche muss man Kosten ab 4.000 Euro einkalkulieren. Übrigens: Der Staat fördert den Einbau von Pelletheizungen großzügig.

Eine Pelletheizung lässt sich perfekt mit Solarthermie kombinieren

Eine Solarthermie-Anlage ist eine ideale Ergänzung zur Pelletheizung. Sie übernimmt im Sommer die Warmwasserbereitung. Die Pelletheizung schaltet sich nur ein, wenn es zu wenig Sonnenstunden gibt. Damit sparen Hausbesitzer bis zu einem Drittel des jährlichen Brennstoffbedarfs. Eine weitere sinnvolle Ergänzung ist ein Pufferspeicher. Hier wird überschüssige Wärme zwischengelagert – und damit das Heizen mit Holzpellets noch effizienter.

Fördermöglichkeiten: Pelletheizungen gelten als Biomasseanlagen

Da die Installation einer Pelletheizung vergleichsweise teuer ist, sollten sich Hausbesitzer die großzügige staatliche Förderung nicht entgehen lassen. Bei Pelletheizungen handelt es sich um so genannte Biomasseanlagen. Diese werden vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BafA) über das Marktanreizprogramm gefördert. Weitere Fördermittel gibt es von der KfW.

  • - Pelletheizungen mit einer Leistung von 5 kW bis 100 kW: Basisförderung von mindestens 3.000 Euro
  • Pelletheizung mit neuem Pufferspeicher und einem Speichervolumen von mindestens 30 l/kW: Basisförderung von mindestens 3.500 Euro- Kombinierte Solarthermie-Anlage: zusätzlicher Bonus von 500 Euro
  • Pelletheizung mit Brennwerttechnik oder Partikelabscheider: Basisförderung von mindestens 4.500 Euro

Seit Januar 2016 gibt es noch einen weiteren Zusatzbonus. Wer sein gesamtes Heizsystem auf Energieeffizienz optimiert, kann dafür einen Bonus von 20 Prozent erhalten. Zusätzlich gibt es noch einen einmaligen Investitionszuschuss von 600 Euro für die Optimierungsmaßnamen. Übrigens: Wüstenrot unterstützt sie mit dem Fördergeld-Service . Sichern Sie sich einfach und bequem die Fördergelder, die Ihnen zustehen.

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