• Geld und Energie sparen

Macht Hausbesitzer zu Stromerzeugern.

Die Photovoltaikanlage.

Photovoltaik erzeugt mit Hilfe von Sonnenstrahlen Strom. Damit werden Hausbesitzer von Stromverbrauchern zum Stromerzeugern. Eine Solaranlage schont bei Eigenverbrauch nicht nur das Haushaltsbudget sondern auch die Umwelt.

Eine Photovoltaikanlage erzeugt mit Hilfe von Sonnenstrahlen emissionsfreien Strom. Damit werden Hausbesitzer von Stromverbrauchern zu Stromerzeugern – und schonen bei Eigenverbrauch nicht nur das Haushaltsbudget sondern auch die Umwelt.

Solarzellen bestehen aus Halbleiterelementen, die Sonnenlicht in Gleichstrom umwandeln. Der Gleichstrom wird üblicherweise in 230-Volt-Wechselstrom transformiert. Die Leistung einer Photovoltaikanlage wird in kWP (Kilowattpeak) gemessen. Damit beträgt die erwartbare Stromausbeute einer 1-kWP-Anlage maximal 1.000 kWh (Kilowattstunden) pro Jahr. Für diese Leistung benötigen die Solarmodule eine Fläche von 10 Quadratmetern.

Die Stromerzeugung ist abhängig von Ausrichtung, Anlagentechnik und Sonnenscheindauer.

Leider ist die Einspeisevergütung inzwischen deutlich gesunken. Die Strompreise steigen dafür. Deshalb ist der Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms für Photovoltaik-Anlagenbesitzer umso attraktiver.

Photovoltaik-Module: verschiedene Preis- und Leistungsklassen

In den Photovoltaik-Modulen wird Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt. Drei verschiedene Modularten biete der Fachhandel an:

  • Monokristalline Module
    Photovoltaik-Module aus monokristallinen Solarzellen haben eine schwarze bis bläuliche Färbung. Ihr Wirkungsgrad liegt zwischen 14 und 18 Prozent. Sie sind teurer als polykristalline Module. Durch ihre hohe Leistungsfähigkeit eignen sie sich auch für kleine Dachflächen.
  • Polykristalline Module
    Photovoltaik-Module aus polykristallinen Sollarzellen haben meist eine blaue Oberfläche und sind an der typischen Kristallstruktur erkennbar. Ihr Wirkungsgrad liegt zwischen 12 und 16 Prozent. Polykristalline Module haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und werden deshalb am häufigsten verbaut.
  • Dünnschichtmodule
    Dünnschichtmodule haben den geringsten Wirkungsgrad. Er liegt bei 6 bis 8 Prozent. CI(G)S-Zellen – Kupfer-Indium-(Gallium)-Schwefel-Selen-Verbindungen - erreichen sogar bis zu 12 Prozent. Dünnschichtmodule lohnen sich in der Regel nur bei großen Dachflächen.

Photovoltaik nicht nur auf dem Dach

Üblicherweise werden Photovoltaikanlagen auf dem Dach als Indach- oder Aufdach-Systeme installiert. Ein perfekter Zeitpunkt dafür ist die nächste Dachsanierung. Photovoltaik kann aber auch schon großflächig in die Gebäudearchitektur integriert werde. Dafür bietet der Handel polykristalline Module in vielen verschiedenen Farbtönen an. Bei der Farbwahl sollten Hausbesitzer allerdings beachten, dass je heller die Farbe, desto geringer die Stromerzeugung ist.

Aufbaumöglichkeiten: Indach- oder Aufdach-System?

Soll die Photovoltaik aufs Dach hat der Hausbesitzer die Wahl zwischen Indach- und Aufdach-Systemen. Die Entscheidung fällt zwischen unkomplizierter Montage und ästhetischen Ansprüchen.

  • Aufdach-System
    Das Aufdach-System sollte auf ein intaktes Dach montiert werden, da es große Flächen abdeckt. Die Solarmodule werden auf ein Schienensystem montiert, das aus horizontal, vertikal oder kreuzförmig verlegten Schienen besteht. Die Schienen werden mittels Sparrenhaken am Dach befestigt. Spezielle Haken können auch die Neigung der Module beeinflussen, wenn das Dach zu flach ist. Der Fachhandel bietet inzwischen auch Dachziegel mit integrierten Befestigungen für die Schienen an. Wichtig bei der Montage der Photovoltaikanlage ist ein ausreichender Abstand zum Rand des Daches, damit keine Windsogwirkung entsteht. Aufdach-Systeme sind in der Regel einfacher zu installieren und preiswerter als Indach-Systeme.
  • Indach-System
    Beim Indach-System werden die Solarmodule anstelle von Dacheindeckung in das Dach integriert. Im Gegensatz zu Aufdach-Systemen ragen sie nicht über die Dachoberfläche hinaus. Dadurch entsteht nicht nur eine harmonische Dachoptik, die Module bieten bei starkem Wind oder Stürmen auch keine Angriffsfläche. Für einen sicheren Regenwasserschutz sorgt eine entsprechende Unterkonstruktion. Wenn sich die Module an der Unterseite zu sehr erwärmen, verringert sich die Stromausbeute. Dem entgegen wirken ebenfalls in der Unterkonstruktion eingebaute Lüftungsschlitze. Übrigens: Manchmal ist aus statischen oder rechtlichen Gründen eine Dachsanierung erforderlich, bevor die Photovoltaikanlage installiert werden kann. Dafür gibt es eine Finanzierung über das KfW-Programm Erneuerbare Energien Standard. Die KfW setzt dabei voraus, dass es sich um das eigene Hausdach handelt. Muss ein gemietetes oder gepachtetes Dach vor der Installation saniert werden, stellt die KfW dafür keine Gelder zur Verfügung.

Stromertrag maximieren mit einem Solarstromspeicher

Normalerweise produziert die Photovoltaikanlage mittags den meisten Strom. Die größte Verbrauchszeit bei Privathaushalten ist aber abends. Damit der erzeugte Sonnenstrom auch bedarfsgerecht zur Verfügung steht, gibt es Solarstromspeicher. Mit einem solchen Batteriesystem können Hausbesitzer den Eigenverbrauchsanteil aus der Photovoltaikanlage mehr als verdoppeln – und müssen damit entsprechend weniger Strom beim Versorger beziehen. So rechnet sich Photovoltaik auch trotz sinkender Einspeisevergütung.

Solarstromspeicher sind derzeit mit Preisen von 6.000 bis 15.000 Euro noch relativ teuer. Allerdings fördert die KfW die Anschaffung mit einem Zuschuss.

Übrigens: Gibt es eine Wärmepumpe im Haus, kann die Photovoltaikanlage auch damit gekoppelt werden. Die Wärmepumpe bezieht dann den benötigten Antriebsstrom umweltfreundlich aus der Photovoltaik und steigert den Eigenverbrauch.

Kosten: Eigenverbrauch macht Photovoltaik attraktiv

Photovoltaik-Module sind in den letzten Jahren wesentlich günstiger geworden. Die Kosten für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5kWp (Kilowatt Peak) für ein Einfamilienhaus liegen heute bei 6.500 bis 9.000 Euro. Der Staat unterstützt die Anschaffung großzügig. Es gibt sowohl Fördergelder als auch Steuervorteile.

Lokale Energieversorger vergüten den Strom aus der Photovoltaik gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Die Abnahme wird dabei für 20 Jahre garantiert.

Je höher die Strompreise und je niedriger die Vergütungssätze sind, desto attraktiver wird der Eigenverbrauch. Auch bei günstigen Anbietern kostet die Kilowattstunde Strom inzwischen mehr als 20 Cent. Mit einem maximalen Eigenverbrauch können Hausbesitzer hier deutlich sparen.

Allerdings müssen Photovoltaikanlagen verbindlich am Einspeisemanagement laut EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) teilnehmen. So müssen alle Anlagen mit einer Art Fernsteuerung zur Leistungsreduzierung ausgerüstet sein. Damit kann der Netzbetreiber die Einspeiseleistung zeitweise reduzieren und eine Überlastung der Netze vermeiden. Bei Anlagen mit einer Leistung bis 30 kW kann die Wirkleistungseinspeisung ins Netz alternativ dauerhaft auf 70 Prozent begrenzt werden.

Photovoltaik: Kredite, Zuschüsse und Steuerersparnisse

Der Staat fördert Photovoltaik umfassend. Zum Beispiel vergibt die KfW mit dem Programm 270 Standard zinsgünstige Kredite für Photovoltaikanlagen und andere Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien.

Die Fördermittel für die Photovoltaik umfassen nicht nur den Kauf, sondern auch den Aufbau oder die Erweiterung der Anlage. Hausbesitzer können bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten bis zu 100 Prozent der Investitionskosten finanzieren. Dabei muss der Antrag über die Hausbank und vor Beginn der Investitionen gestellt werden.

Planen Hausbesitzer im Rahmen einer Komplettsanierung ein KfW-Effizienzhaus dann ist die Installation einer Photovoltaikanlage finanziell besonders attraktiv. Nicht nur lässt sich ein höheres Energieeffizienzniveau erreichen, auch die Zuschüsse fallen höher aus.

Hohe Steuervorteile auch bei hohem Eigenverbrauch

Auch bei den Steuervorteilen zeigt sich der Staat großzügig. Von den voraussichtlichen Anschaffungskosten lassen sich bis zu 40 Prozent als Investitionsabzugsbetrag steuermindernd geltend machen. Nach neuerer Rechtssprechung darf der Eigenverbrauch dabei auch höher sein. In der Vergangenheit war die private Nutzung bei 10 Prozent gedeckelt. Wer den Steuervorteil in Anspruch nimmt, hat drei Jahre Zeit, die Photovoltaikanlage zu erwerben. Passiert in diesem Zeitraum nichts, hebt das Finanzamt den Steuervorteil rückwirkend wieder auf und erhebt auch noch Zinsen.

Kleine und mittlere Betriebe profitieren bei der Anschaffung noch von weiteren Steuervorteilen.

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