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Anforderungen an Hausbesitzer.

Sanierungspflichten der EnEV.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) stellt zahlreiche Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden. Einige Sanierungspflichten für den Gebäudebestand sind dabei erst nach Kauf oder Erbe umzusetzen.

EnEV fordert energiesparendes Bauen und Sanieren

Geht es um das Bauen oder Sanieren in Deutschland, kommen Verbraucher um die Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht herum. Denn neben der Energieausweispflicht gibt die Verordnung Grenzwerte für die energetische Qualität von Gebäuden. Diese beziehen sich auf Fenster, Dämmung sowie Anlagentechnik und sollen für einen niedrigen Energieverbrauch sorgen. Während ein Großteil der Anforderungen erst bei baulichen Maßnahmen greift, sind in einigen Fällen auch Besitzer, Käufer oder Erben älterer Häuser zum Sanieren verpflichtet.

Dämmmaßnahmen zum Senken der Wärmeverluste

Eine dieser Sanierungspflichten fordert einen höheren Dämmstandard. Genauer geht es dabei um die nachträgliche Dämmung von Decken zum unbeheizten Dachgeschoss und Rohrleitungen in unbeheizten Räumen.

Sanierungspflicht zum Dämmen des Dachbodens

Die Dachbodendämmung sorgt dafür, dass die Wärmeverluste an unbeheizte Dachräume sinken. Sie ist vergleichsweise günstig und entlastet neben dem eigenen Portemonnaie auch die Umwelt. Sind die Dachräume kalt und die Böden leicht zugänglich, müssen Besitzer für eine nachträgliche Dämmung sorgen. Neben der obersten Geschossdecke kann diese auch am darüberliegenden Dach angebracht werden. Eine Ausnahme von der Sanierungspflicht besteht, wenn der Dachboden bereits Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllt. Ob das der Fall ist, kann ein Energieberater schnell erkennen.

Isolierung von Rohrleitungen ist Pflicht nach EnEV

Auch die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren in unbeheizten Bereichen zählt zu den Sanierungspflichten der EnEV. Das gilt zumindest dann, wenn diese frei zugänglich sind. Ein Grund für die Pflicht ist der hohe Wärmeverlust nicht isolierter Leitungen. Denn diese wirken wie Heizkörper und geben Wärme unnötig ab.

Sanierungspflichten betreffen auch die Anlagentechnik

Neben der Geschossdecke und den Heizungsrohren betreffen die Nachrüstpflichten auch die Heizung. So fordert die EnEV neben einer modernen Regelung auch den Austausch alter Heizkessel.

Austauschpflicht für alte Heizkessel

Alte Heizkessel entsprechen oft nicht dem Stand der Technik und verbrauchen mehr Energie als nötig. Arbeiten sie mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen, sind sie daher von der Sanierungspflicht der EnEV betroffen. Das gilt zumindest dann, wenn die Wärmeerzeuger älter als 30 Jahre sind und noch nicht auf Nieder- oder Brennwerttechnik basieren.

Ausnahmen von der Sanierungspflicht nach EnEV

Während eine moderne Regelung immer nachzurüsten ist, kommen Besitzer älterer Ein- und Zweifamilienhäuser um die Sanierungspflicht der EnEV oft herum. Zumindest dann, wenn sie eine Wohnung des Gebäudes bereits vor dem 01.02.2002 als Eigentümer bewohnt haben. Die Ausnahme betrifft dabei

  • die Pflicht zur Dachbodendämmung,
  • die Sanierungspflicht der EnEV zum Dämmen der Rohrleitungen und
  • die Verpflichtung, alte Heizkessel auszutauschen.

Maßnahmen sind nach Hauskauf oder Erbe Pflicht

Die Ausnahmen entbinden aber nicht auf Dauer. Denn immer dann, wenn der Eigentümer eines Gebäudes wechselt, gehen die Pflichten auf den neuen über. Was Viele nicht wissen: Neben dem Verkauf trifft das auch bei einer Erbschaft zu. In beiden Fällen haben die neuen Eigentümer zwei Jahre Zeit, um den Sanierungspflichten der EnEV nachzugehen.

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