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Ausgezeichnete Wahl bei Gas und Öl. Die Brennwertheizung.

Platzsparend, günstig und effizient: Eine neue Brennwertheizung passt in nahezu jedes Gebäude und sorgt für Einsparungen von bis zu 30 Prozent. Wer die Heizung mit einer Solaranlage, einem wasserführenden Kamin oder einer Wärmepumpe kombiniert, kann seine Heizkosten sogar um bis zu 50 Prozent senken. Das Besondere daran: Seit 2020 übernimmt der Staat bis zu 40 Prozent der Kosten für den Heizungstausch.

Eine moderne Brennwertheizung ersetzt veraltete Heizkessel und macht sich in wenigen Jahren bezahlt. Wenn die bestehende Heizung mehr als 15 Jahre alt ist, kann sie von der Effizienz her nicht mehr mit einem neuen Heizsystem mithalten. Ältere Heizkessel blasen jede Menge Wärme ungenutzt durch den Schornstein. Die Abgase sind bis zu 150 Grad Celsius heiß. Brennwertkessel nutzen die Wärme der Abgase und verwandeln sie in Wasserdampf. Dadurch geht fast keine Energie mehr verloren und die Abgase sind deutlich kühler. Bis zu 30 Prozent Energiekosteneinsparung sind auch noch drin. Brennwertkessel lassen sich außerdem gut mit Solarthermie und erneuerbaren Energien kombinieren.

Wie funktioniert eine Brennwertheizung?

Eine moderne Brennwertheizung ersetzt veraltete Heizkessel und macht sich in wenigen Jahren bezahlt. Wenn die bestehende Heizung mehr als 15 Jahre alt ist, kann sie von der Effizienz her oft nicht mehr mit einem neuen Heizsystem mithalten. Denn ältere Heizkessel blasen Abgase von bis zu 150 Grad Celsius durch den Schornstein und verschenken wertvolle Energie. Brennwertkessel kühlen das Rauchgas so stark ab, dass die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Dieser Vorgang setzt verborgene Energie frei und sorgt für Einsparungen von bis zu 30 Prozent.

Moderne Brennwertheizgeräte arbeiten mit Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl. Darüber hinaus lassen sie sich sehr gut mit erneuerbaren Energien kombinieren. Infrage kommen zum Beispiel thermische Solaranlagen, wasserführende Kaminöfen oder Wärmepumpen.

Brennwertheizung mit Gas

Brennwertheizungen für Erd- oder Flüssiggas gehören derzeit zu den effizientesten Heizsystemen. Sie sind besonders kompakt und finden sogar im Wohnbereich ausreichend Platz. So lassen sich wandhängende Thermen, die gleichzeitig auch für warmes Trinkwasser sorgen, zum Beispiel in Fluren oder Küchen installieren. Große Einspareffekte ergeben sich aber nicht nur aus der Nutzung verborgener Abgaswärme. Denn die Gas-Brennwertheizung besticht auch durch eine modulierende Betriebsweise. Sie kann ihre Leistung flexibel an den schwankenden Wärmebedarf im Haus anpassen und verbraucht nie mehr Energie als tatsächlich nötig. Übrigens: Da Wasserdampf auch im Schornstein kondensieren kann, benötigt dieser vor dem Einbau einer Brennwertheizung oftmals eine Ertüchtigung. Meist genügt es, ein Rohr aus Kunststoff oder Edelstahl in den vorhandenen Zug einzubauen. Die Materialien sind feuchteunempfindlich und gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb.

Brennwertheizung mit Öl

Auch Brennwertkessel für Öl nutzen die eingesetzten Brennstoffe besonders gut aus. Aufgrund höherer Schadstoffwerte und der begrenzten Reichweite fossiler Rohstoffe ist der Einbau der Technik allerdings nicht mehr lange erlaubt. So tritt im Jahr 2026 ein Ölheizungsverbot für neue und alte Gebäude in Kraft. Das Verbot betrifft den Einbau von Ölheizungen und gilt immer dann, wenn Alternativen wie Fernwärme-, Gas- oder Umweltheizungen infrage kommen. Ausgenommen sind Hybridsysteme, die neben Heizöl auch auf erneuerbare Energien zurückgreifen.Wer eine alte Ölheizung modernisieren muss, sollte bereits heute über einen Wechsel des Energieträgers nachdenken. Denn aktuell unterstützt der Staat diesen beim Einbau einer hybriden Brennwertheizung mit Zuschüssen von bis zu 40 Prozent.

Hohe Effizienz durch niedrige Heizwassertemperaturen

Durch die Gewinnung der im Abgas verborgenen Wärme macht eine Brennwertheizung fast die gesamte Energie der eingesetzten Rohstoffe zum Heizen nutzbar. Moderne und optimal eingestellte Heizgeräte kommen dabei auf einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent. Damit sich die hohe Effizienz erreichen lässt, sind allerdings einige Bedingungen zu erfüllen. So muss die Temperatur des Heizungswassers, das von den Heizflächen zum Wärmeerzeuger zurückfließt (die Rücklauftemperatur), sehr niedrig sein. Möglich ist das in hydraulisch abgeglichen Anlagen mit groß ausgelegten Heizkörpern oder Flächenheizsystemen.

Wer seine Heizung zusätzlich mit erneuerbaren Energien kombiniert, erreicht eine Energiekostenersparnis von bis zu 50 Prozent. Infrage kommen dabei Solarthermieanlagen, wasserführende Kamine oder kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Der Brennwertkessel kombiniert mit Solarthermie und erneuerbaren Energien

Moderne Brennwertheizungen lassen sich bestens mit einer thermischen Solaranlage kombinieren. Auch die Anbindung weiterer erneuerbarer Energien ist möglich. Beispielsweise können Hausbesitzer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und einen Kaminofen in die Hybridheizung einbinden. Die Solarthermie unterstützt die Warmwasserbereitung und – je nach Größe – auch die Heizung. Bei einem 4-Personen-Haushalt genügen 5 m² Kollektorfläche, um 60 Prozent des Warmwasserbedarfs abzudecken. Eine zwei- bis dreimal mal so große Kollektorfläche unterstützt auch die Heizung. Damit lässt sich der Verbrauch von Öl und Gas nochmals um 10 bis 20 Prozent reduzieren. Für Hausbesitzer ist es wichtig, diese Maßnahmen bei der Planung zu berücksichtigen, auch wenn sie erst später durchgeführt werden.

Einbau einer Brennwertheizung: Kosten, Förderung, Vorschriften

Die Kosten für den Einbau der Brennwertheizung

Egal ob Gas oder Heizöl, der Einbau der neuen Heizung mit Brennwerttechnik kostet inklusive Installation durchschnittlich 6.000 bis 8.000 Euro. Benötigt der Schornstein eine Ertüchtigung, dann entstehen Kosten von insgesamt 6.600 bis 9.500 Euro. Soll auch eine Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung und ggf. auch zur Heizungsunterstützung eingebaut werden, kommen noch einmal 3.500 bis 10.000 Euro dazu.

Übrigens: Setzt die neue Gas-Brennwertheizung zu mindestens 25 % auf erneuerbare Energien, unterstützt der Staat den Einbau mit Zuschüssen in Höhe von 20 bis 30 %. Für die Umrüstung von Öl auf Gas gibt es sogar 10 % extra.

BAFA fördert den Einbau einer hybriden Brennwertheizung

Über das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Einbau einer modernen Gas-Hybridheizung. Hausbesitzer bekommen dabei Zuschüsse in Höhe von:

  • 20 %, wenn sie die Gasheizung bei der Installation auf den Einsatz erneuerbarer Energien vorbereiten („Renewable Ready“), diese aber erst spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme nachrüsten
  • 30 %, wenn sie die neue Gas-Brennwertheizung bereits zur Inbetriebnahme mit erneuerbaren Energien (Solar, Biomasse, Wärmepumpe) kombinieren
  • 10 % extra, wenn die hybride Gas-Brennwertheizung eine Ölheizung ersetzt (gilt nicht für „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizungen)

Wichtig ist, dass die erneuerbaren Energieanlagen mindestens 25 Prozent der Gebäudeheizlast abdecken. In einem typischen Einfamilienhaus mit 20 kW Heizlast, entspricht das einer Leistung von 5 kW. Wer sich für eine Solarthermieanlage entscheidet, muss eine Kollektorfläche von rund 8 Quadratmetern auf das Dach bringen (BAFA-Bemessungswert 635 Watt pro Quadratmeter Kollektorfläche).

Die Förderung ist vor der Beauftragung eines Fachbetriebes online beim BAFA zu beantragen. Ausgezahlt wird sie jedoch nur, wenn die bestehende Heizung noch nicht von der EnEV-Austauschpflicht betroffen ist. Bei Gebäuden mit maximal zwei Wohneinheiten, von denen Eigentümer eine seit 01.02.2002 selbst bewohnen, gibt es die Zuschüsse bis zum Eigentümerwechsel.

Vorschriften für Einbau und Betrieb von Heizkesseln

Für 30 Jahre alte Gas- und Ölheizkessel ist der Betrieb untersagt, sofern diese noch nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basieren. So schreibt es § 10 der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung vor. Ausgenommen von der Austauschpflicht sind lediglich Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die eine der Wohnungen seit mindestens Februar 2002 selbst bewohnen. Ist das der Fall, greift die EnEV-Austauschpflicht erst bei Verkauf, Erbe oder Schenkung. Die neuen Eigentümer haben dann zwei Jahre Zeit, die Heizung auszutauschen - bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder von bis zu 50.000 €.

Einschränkungen gibt es auch für Ölheizungen in Überschwemmungs- und Risikogebieten. Während bestehende Anlagen hochwassersicher nachzurüsten sind, dürfen Bauherren und Hausbesitzer neue Heizungen nur unter hohen Auflagen einbauen. In ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten ist die Installation nur in Ausnahmefällen gestattet. So sieht es das Hochwasserschutzgesetz II vor.

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