Nachhaltige Heizsysteme.

Heizen mit erneuerbaren Energien.

Bei erneuerbaren Energien denken heute viele Menschen zunächst an Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Aber auch für die Wärmeerzeugung können erneuerbare Energien einen wichtigen Beitrag leisten. Die Frage ist nur: Welche Technik passt zu meinem Haus?



Es gibt heute eine Vielzahl von Technologien, mit denen Gebäude ganz oder teilweise auf Grundlage erneuerbarer Energien geheizt werden können. Welche Technik die Richtige ist, lässt sich aber nicht pauschal beantworten. Es sind im Einzelfall eine ganze Reihe von Faktoren zu berücksichtigen:

  1. Welche Größe hat das Gebäude, welcher Dämmstandard ist vorhanden und wird sich daran vielleicht in der nahen Zukunft noch etwas ändern?
  2. Welches Platzangebot ist vorhanden, um Heiztechnik unterzubringen?
  3. Sind die Grundrisse so gestaltet, dass ein Direktwärmeerzeuger zentral aufgestellt werden könnte?

Zur Beantwortung dieser Fragen empfiehlt sich ein Ortstermin mit einem Energie-Effizienz-Experten, z.B. im Rahmen einer Bafa-geförderten Energieberatung für Wohngebäude.

Der zweite wichtige Bereich betrifft die vorhandene Technik:

  1. Verfügt das Gebäude über Fußboden- oder Wandheizungen, oder ist dies geplant?
  2. Sind die vorhandenen Heizkörper noch in Ordnung oder müssen sie erneuert werden?
  3. Haben sie nach Änderungen am Gebäude noch die richtige Größe und Leistung?

Der dritte und nicht zu unterschätzende Bereich ist die tatsächliche und zukünftige Nutzung des Gebäudes:

  1. Wie viele Personen benötigen Warmwasser?
  2. Wie ist der Tages- oder Wochenrhythmus der Bewohner?
  3. Welche Wohlfühltemperaturen werden gewünscht?
  4. Welche Langzeitperspektive soll berücksichtigt werden?

Mit der Beantwortung all dieser Fragen kann man beginnen, die geeigneten Heiztechniken herauszufinden und zu optimieren, so dass am Ende ein abgestimmtes, funktionierendes und sparsames Gesamtsystem dabei herauskommt.

Ein kleiner Überblick über die aktuellen technischen Möglichkeiten für den Einsatz erneuerbarer Wärme in Ein- bis Zweifamilienhäusern:

Technische Möglichkeiten für den Einsatz erneuerbarer Wärme in Ein- bis Zweifamilienhäusern

Wärmepumpen

Wärmepumpen sind in der Lage, Umweltwärme für die Beheizung eines Gebäudes zur Verfügung zu stellen, als Wärmequellen stehen die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser zur Verfügung. Da Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, sind sie nur dann nachhaltig und sparsam, wenn sie eine hohe Jahresarbeitszahl erreichen. Dafür sind niedrige Heizleistungen, Flächenheizungen und hohe Quellentemperaturen hilfreich.

Für Wärmepumpenheizungen können Kosten von einigen Tausend Euro für Zusatzheizungen bis zu mehreren Zehntausend Euro für Wärmepumpen mit Tiefenbohrung als alleiniger Wärmeerzeuger entstehen. Mit dem Einsatz einer eigenen PV-Anlage für den nötigen Strombedarf kann dadurch aber eine hohe Wirtschaftlichkeit und CO2-Einsparung erreicht werden.

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Holzöfen

Holzöfen sind ein einfacher und unkomplizierter Weg, zentrale Heizungsanlagen mit nachhaltiger Energieversorgung zu ergänzen. Wichtig ist dafür aber die Qualität des Ofens und des Brennstoffes. Noch besser lassen sich Holzöfen nutzen, wenn sie über eine Wassertasche in das Zentralheizungssystem eingebunden werden. Dafür ist aber ein Pufferspeicher erforderlich.

Zentral aufgestellte Holz- oder Pelletöfen können bereits mit Kosten von wenigen Tausend Euro und entsprechender Nutzung eine hohe Heizkosten- und CO2-Einsparung bewirken.

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Pelletkessel

Automatisch beschickte Pelletkessel sind heute ein vollwertiger Ersatz für Gas- oder Ölkessel und werden über einen Tank oder ein Silo mit Pellets versorgt. Dies kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn hohe Heizleistungen nötig sind und ausreichend Platz für Kessel, Pufferspeicher und Pelletlager vorhanden ist.

Zentrale Pelletheizanlagen sind in der Erstinvestition im Vergleich zu Gasbrennwertanlagen etwas teurer, langfristig zahlt sich allerdings der günstigere Brennstoffpreis aus und es wird praktisch kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre freigesetzt.

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Solare Heizungsunterstützung

Mithilfe von solarthermischen Anlagen kann bei guter Auslegung auch ein zentrales Heizungsystem unterstützt werden. Voraussetzung dafür ist wie bei dem Kaminofen mit Wassertasche ein zentraler Pufferspeicher, in dem das Heizungswasser vorgehalten wird.

Die Anlagengrößen beginnen je nach Gebäude bei ca. 10m² Kollektorfläche und Zusatzkosten ab ca. 5.000 Euro.

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Brennstoffzellen

Brennstoffzellen stellen eine der neueren Techniken auf dem Markt dar, mittlerweile gibt es mehrere Anbieter für diese Heizgeräte. In einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff in Strom und Wärme umgewandelt, das Restprodukt ist reiner Wasserdampf. Die auf dem Markt befindlichen Geräte werden mit Erdgas betrieben, so dass dieses zunächst reformiert wird, um den Wasserstoff-Anteil zu entziehen.

Die Kosten für diese neue Technologie liegen noch deutlich über den anderen genannten Möglichkeiten; insbesondere für Nutzer mit einem hohen Dauerstromverbrauch sind diese Anlagen aber wirtschaftlich interessant.

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Für alle diese Technologien gibt es hohe Förderungen von Bund, Ländern, Gemeinden und Energieversorgern. Nutzen Sie dafür den Fördergeld-Service der Sunshine Energieberatung GmbH, um die optimale Förderung zu erhalten oder nutzen Sie den Rückrufservice für eine unverbindliche Erstberatung, um die hier aufgeworfenen Fragen für Sie individuell zu beantworten.


Autor: Sunshine Energieberatung GmbH

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