Solidaritätszuschlag, Homeoffice-Pauschale & Kindergeld | Wüstenrot

Was ändert sich 2021? Solidaritätszuschlag, Homeoffice-Pauschale & Kindergeld.

Um Ihre finanzielle Lage zu stärken, hat die Bundesregierung neue Maßnahmen zur Entlastung verabschiedet. Wir geben Ihnen einen Überblick über drei der wichtigsten Änderungen zum neuen Jahr: der Entfall des Solidaritätszuschlags, die Homeoffice-Pauschale und die Erhöhung des Kindergelds.

Tipp:

Nutzen Sie diese Chancen und besparen Sie mit den Entlastungen Ihren Bausparvertrag, um sich die neue Wohnungsbauprämie zu sichern.

1. Entfall des Solidaritätszuschlags

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass ab 2021 für einen Großteil der Deutschen der Solidaritätszuschlag entfällt. Nach dem Fall der deutschen Mauer wurde die Abgabe 1991 eingeführt und lag zuletzt bei 5,5 % der Einkommenssteuer. Die Abschaffung des Solis ist eine der größten Steuersenkungen der Geschichte. Sie soll vor allem Geringverdienenden, Alleinerziehenden und Familien zugutekommen.

Das ist neu: Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro muss man ab sofort keinen Solidaritätsbeitrag mehr bezahlen. Auch wer mehr verdient, muss zukünftig weniger Soli zahlen, dieser wird ab sofort schrittweise berechnet. Den vollen Satz von 5,5 Prozent müssen nur noch Menschen mit einem Einkommen über 96.409 Euro, beziehungsweise 192.818 Euro bei Verheirateten, bezahlen.

Was kann ich sparen durch den Entfall des Solis?

  • Beispiel Familie: Ein verheiratetes Paar mit Kindern und einem Einkommen von ca. 120.000 Euro spart nun fast 1.000 Euro im Jahr.
  • Beispiel Single: Eine alleinstehende Person ohne Kinder mit einem Einkommen um 30.000 € brutto spart durch die Neuerung bis zu 200 Euro jährlich.

Tipp: Auf der Website des Bundesfinanzministeriums können Sie sich Ihre Steuersparnis ausrechnen lassen.

2. Die neue Homeoffice-Pauschale

Durch die Corona-Pandemie ist das Arbeiten von zuhause aus für viele Arbeitnehmer und Selbstständige zum neuen Standard geworden. Die Bundesregierung hat daher für alle, die Zusatzbelastungen haben, einige steuerliche Erleichterungen beschlossen.

Das ist neu: Im Homeoffice zu arbeiten wird steuerlich absetzbar. Und zwar durch einen Pauschalbetrag von 5 Euro pro Tag, an dem Sie zuhause arbeiten. Die Pauschale kann in den Steuerklärungen für 2020 und 2021 für bis zu 120 Arbeitstage angesetzt werden.

Was kann ich durch die neue Homeoffice-Pauschale absetzen?
Wenn Sie an vollen 120 Arbeitstagen von zuhause aus arbeiten, können Sie bis zu 600 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen.

Gut zu wissen: Die Homeoffice-Pauschale wird in die Werbungskostenpauschale eingerechnet und gilt nicht zusätzlich. Das heißt, Sie müssen insgesamt über die Grenze von 1.000 Euro kommen. Sie brauchen also zu den 600 Euro an Homeoffice-Pauschale weitere Ausgaben über 400 Euro, so dass sich die neue Regelung für Sie lohnt. Auch Anschaffungen wie ein Bürostuhl, Arbeitstisch, Monitor oder Drucker können Sie absetzen, wenn Ihr Arbeitgeber dies nicht übernimmt.

Was zählt als Homeoffice?
Als Homeoffice gilt, dass Sie von Ihrer häuslichen Wohnung aus arbeiten, also Ihre betriebliche oder berufliche Tätigkeit nicht am Arbeitsplatz im Unternehmen ausüben. Das kann vom Wohnzimmer, Keller oder der Küche aus sein. Die Pauschale wird dann für Sie interessant, wenn Sie kein explizites Arbeitszimmer haben, das ausschließlich dafür genutzt wird. Ein solches häusliches Arbeitszimmer kann wie bisher gesondert abgesetzt werden.

Muss ich das Homeoffice belegen?
Wenn Sie die Pauschale ansetzen, müssen Sie an diesem Tag ausschließlich zuhause gearbeitet haben. Einen konkreten Nachweis benötigen Sie nicht. Es empfiehlt sich allerdings, eine Bestätigung vom Arbeitgeber zu besorgen.

Tipp: Streichen Sie sich im Kalender an, an welchen Tagen Sie von zuhause gearbeitet haben, dann wird Ihnen die Steuererklärung leichter fallen.

3. Erhöhung des Kindergelds

Das ist neu: Ab 2021 wird das Kindergeld pauschal um 15 Euro pro Monat und Kind erhöht. Zusätzlich steigen die steuerlichen Kinderfreibeträge, der Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen am Existenzminimum sowie der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Durch die Corona-Pandemie und die Schließung von Kitas und Schulen hatten und haben besonders Familien Entbehrungen.

Wieviel Kindergeld können wir bekommen?

Das Kindergeld steigt um 15 Euro je Kind, so dass Sie nun für Ihr erstes und zweites Kind jeweils 219 Euro pro Monat erhalten. Für ein drittes Kind steigt der Betrag auf 225 Euro und ab dem vierten Kind auf 250 Euro.

Stand: Januar 2021, alle Angaben ohne Gewähr.

Chatten Sie mit uns

Unsere Chatzeiten:
Mo bis Do 9:00 Uhr - 19:00 Uhr
Fr 9:00 Uhr - 18:00 Uhr

Zurzeit ist kein freier Berater verfügbar.