Auf einer Baustelle tragen zwei Kinder einen Holzbalken auf der Schulter

Staatliche Förderung mit dem Baukindergeld. Jetzt 12.000 Euro pro Kind sichern!

  • Das Baukindergeld unterstützt beim Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum.
  • Bis zu 12.000 Euro pro Kind in 10 Jahren vom Staat.
  • Bezuschusst werden Vorhaben mit Starttermin zwischen 01.01.2018 und 31.12.2020.
  • Beantragung noch möglich bis 31.12.2023.

Mit dem Baukindergeld ins Eigenheim

Familien, die bis zum 31.03.2021 ein Zuhause gebaut oder gekauft haben, profitieren vom Baukindergeld. Seit dem 18. September 2018 unterstützt der Staat mit dem Zuschuss den Erwerb von Wohneigentum – und das mit bis zu 12.000 Euro pro Kind über einen Zeitraum von maximal zehn Jahren hinweg.

Das Geld verschafft zusätzlichen finanziellen Spielraum und soll gerade Familien und Alleinerziehende mit niedrigen und mittleren Einkommen auf dem Weg ins Eigenheim unterstützen. Ziel ist es, die Anzahl der Wohneigentümer in Deutschland anzuheben.

Bezuschusst werden Vorhaben mit Starttermin zwischen 01.01.2018 und 31.03.2021. Alle in diesem Zeitraum geschlossenen Kaufverträge oder Baugenehmigungen sind somit förderberechtigt. Familien und Alleinerziehende müssen den Antrag auf Baukindergeld spätestens sechs Monate nach Einzug in die selbstgenutzte Immobilie stellen. Der Antrag kann unter diesen Bedingungen bis 31.12.2023 beantragt werden.

Weiterhin gilt, dass die erforderlichen Nachweisdokumente innerhalb von 3 Monaten nach Antragsstellung im KfW Zuschussportal hochgeladen werden müssen, um die Förderbedingungen einzuhalten und die Zahlungen zu erhalten.

Wer? Wie viel? Wo? – Alle Informationen zum Baukindergeld

Einkommensgrenzen beim Baukindergeld
Tabelle: Einkommensgrenzen beim Baukindergeld

Das Baukindergeld können Familien und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, die ein Haus bauen sowie ein bestehendes Gebäude oder eine Eigentumswohnung kaufen, beantragen.

Für die Beantragung des Baukindergeldes müssen darüber hinaus folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Antragssteller muss Eigentümer, mindestens Miteigentümer der selbstgenutzten Wohnimmobilie sein.
  • Die Einkommensgrenze beim zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen darf bei maximal 90.000 Euro bei einem Kind zuzüglich 15.000 Euro je weiterem Kind unter 18 Jahren liegen.*
  • Der Antragsteller muss Kindergeld beziehen bzw. den Kinderfreibetrag erhalten und das Kind muss mit in der Immobilie wohnen.
  • Zum Stichtag darf keine andere Immobilie im Besitz des Antragstellers sein.

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So hoch ist das Baukindergeld
Tabelle: Höhe des Baukindergeldes

Familien erhalten im Zuge des Baukindergeldes für jedes Kind einen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr. Die Förderung erhalten die Familien maximal zehn Jahre, wenn sie auch über diesen Zeitraum das Eigentum ununterbrochen zu eigenen Wohnzwecken nutzen. Insgesamt kann somit der Zuschuss 12.000 Euro pro Kind betragen.

Wichtig:

Für Kinder, die nach der Antragsstellung geboren werden bzw. in den Haushalt ziehen, gibt es kein Baukindergeld.

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Was wird gefördert?

Der Bund fördert mit dem Baukindergeld den Neubau oder den Kauf von Bestandsimmobilien, die von den Familien selbst genutzt werden. Bei der Immobilie kann es sich sowohl um ein Haus als auch um eine Eigentumswohnung handeln.

Achtung: Das Baukindergeld muss nicht zwingend für den erstmaligen Erwerb/Neubau von Wohneigentum sein. Man darf zuvor eine Immobilie besessen haben. Voraussetzung ist nur, dass zum Stichtag keine andere Immobilie im Besitz ist.

Was ist sonst noch zu beachten?

  • Kauft sich die Familie einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie, so muss der notarielle Kaufvertrag zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.03.2021 unterzeichnet worden sein, um den Zuschuss zu erhalten.
  • Beim Bau des Wohneigentums muss die Baugenehmigung zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.03.2021 erteilt worden sein.
  • Unter diesen Bedingungen kann der Antrag auf Baukindergeld auch noch bis spätestens 31.12.2023 gestellt werden.

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Ausnahmeregelungen

Von der Förderung ausgenommen sind der Erwerb bzw. die Eigentumsübertragung:

  • zwischen Verwandten eines Haushaltsmitglieds in gerader Linie (Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern usw.)
  • zwischen Ehegatten / Lebenspartnern / Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft
  • im Zuge der (vorweggenommenen) Erbfolge sowie testamentarischen Verfügung bzw. Schenkung

Ebenfalls nicht förderberechtigt ist:

  • der Erwerb von Wohneigentum, das bereits früher im Eigentum eines Haushaltsmitgliedes stand
  • Ferien- oder Wochenendhäuser sowie Ferienwohnungen

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Wie sind die Fördermittel für das Baukindergeld zu beantragen?

Die KfW Bankengruppe ist sowohl für die Beantragung als auch die Auszahlung des Baukindergeldes zuständig. Der Antrag hierzu kann ausschließlich online über ein Portal der KfW gestellt werden.

Familien und Alleinerziehende, die von der Förderung profitieren möchten, können ab Einzug in die Immobilie den Antrag stellen – bis spätestens sechs Monate danach.

Sie sind unsicher, ob Sie die Förderung erhalten würden? Unsere Berater machen mit Ihnen den Check. Aber auch wenn Sie das Baukindergeld nicht erhalten sollten, finden unsere Berater gemeinsam mit Ihnen die passende Finanzierungslösung.

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Als Familie mit dem Baukindergeld ins Eigenheim – ein Beispiel

Vierköpfige Familie im Simple Show-Stil zieht in ihre Immobilie ein

Eine Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Alter von vier und sechs Jahren, träumen schon lange von den eigenen vier Wänden. Ihr gemeinsames zu versteuerndes Einkommen liegt bei 94.000 Euro.

Für die Familie gelten folgende Bedingungen: Die Einkommensgrenze beträgt bei zwei Kindern 105.000 Euro (75.000 Euro + 15.000 Euro + 15.000 Euro). Das Einkommen der Familie liegt mit 94.000 Euro deutlich darunter. Somit kann sie das Baukindergeld beantragen. Ihnen stehen 1.200 Euro pro Jahr und Kind zu – also insgesamt 2.400 Euro jährlich. Über die zehn Jahre Förderzeitraum bekommen sie dann 24.000 Euro.

Fragen und Antworten zum Baukindergeld

Erhalten Alleinerziehende mit Kind(ern) auch Baukindergeld?

Ja, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
  • Sie sind (Mit-)Eigentümer von selbstgenutztem Wohneigentum geworden und sind selbst kindergeldberechtigt.
  • In Ihrem Haushalt ist mindestens ein Kind gemeldet, das zum Zeitpunkt der Antragstellung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • Ihr zu versteuerndes jährliches Haushaltseinkommen überschreitet nicht 90.000 Euro bei einem Kind (zuzüglich 15.000 Euro je weiterem Kind).

Erhalten Familien und Alleinerziehende Baukindergeld, auch wenn das Kind erst später geboren wird?

Der Antrag auf Baukindergeld muss spätestens 6 Monate nach dem Einzug in das selbst genutzte Wohneigentum bei der KfW gestellt werden. Für Kinder, die nach Antragseingang geboren werden, kann kein Baukindergeld beantragt werden.

Was passiert, wenn die Immobilie innerhalb 10 Jahren vermietet, verkauft oder verpachtet wird?

Wird die geförderte Wohnimmobilie nicht mehr von Ihnen selbst genutzt, so sind Sie verpflichtet die KfW davon sofort schriftlich in Kenntnis zu setzen. Denn der Anspruch auf Baukindergeld ist zu dem Zeitpunkt beendet, an dem das Wohneigentum nicht mehr selbst genutzt wird.

Kann man Baukindergeld beantragen, wenn man schon eine Wohnimmobilie besitzt?

Nein. Das Baukindergeld erhalten Sie nur, wenn Ihr neues Zuhause am Tag, an dem Sie den Kaufvertrag unterschreiben oder die Baugenehmigung erhalten, Ihre einzige Immobilie in Deutschland ist.

Beispiel: Vor 8 Jahren haben Sie sich eine Eigentumswohnung als „Single“ gekauft und besitzen diese noch, wenn Sie die Baugenehmigung für Ihr Einfamilienhaus erhalten.

In diesem Fall erhalten Sie kein Baukindergeld. Dies gilt auch für Immobilien, die Sie geerbt oder geschenkt bekommen haben oder für die Sie einen Eigentumsanteil besitzen.

Kann man Baukindergeld auch für Anbau oder Modernisierung an einer bestehenden Immobilie beantragen?

Nein, das ist nicht möglich. Das Baukindergeld ist nur für den Erwerb einer bestehenden oder den Bau einer neuen Immobilie. Anbauten oder Modernisierungen werden nicht gefördert. Hierfür bieten sich andere Förderungen und Darlehen an.

Welche Nachweise müssen erbracht werden, um das Baukindergeld zu erhalten?

Damit Sie das Baukindergeld bekommen, benötigt die KfW bei der Beantragung
  • Ihre Einkommensteuerbescheide des vorletzten und vorvorletzten Jahres vor Antragsstellung sowie die Einkommensteuerbescheide Ihres Partners
  • eine Meldebestätigung, damit die KfW nachvollziehen kann, dass Sie selbst in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung eingezogen sind. Aus dieser muss hervorgehen, dass es sich hierbei um Ihren Hauptwohnsitz handelt – für Sie, Ihren Partner und die im Antrag angegebenen Kinder
  • den aktuellen Grundbuchauszug, in dem Sie als Eigentümer bzw. Miteigentümer eingetragen sind.

Gibt es das Baukindergeld nur bis zu einer gewissen Quadratmeterzahl des Wohneigentums?

Nein. Die Förderung wird unabhängig der Quadratmeterzahl bewilligt. Entscheidend sind das Haushaltseinkommen, das Alter des Kindes bzw. der Kinder und dass das neue Zuhause zum Stichtag – dem Tag, an dem der Kaufvertrag unterschrieben oder die Baugenehmigung erteilt wurde – die einzige Wohnimmobilie ist.

Mein Kind wird vor Ablauf des Auszahlungszeitraums 18. Erhalte ich dennoch weiterhin Baukindergeld?

Ja. Auch wenn das Kind innerhalb des Auszahlungszeitraums 18 Jahre alt wird, erhalten Sie dennoch für den gesamten Zeitraum das Baukindergeld. Voraussetzung ist, dass das Kind am Tag der Antragstellung unter 18 Jahre ist.

Kann ich das Baukindergeld mit anderen Fördermitteln kombinieren?

Wer das Baukindergeld in Anspruch nimmt, kann dies grundsätzlich auch mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombinieren. Allerdings darf die kumulierte Förderung nicht die Kosten für den Neubau oder den Erwerb des Wohneigentums übersteigen.

Die anderen öffentlichen Fördermittel beantragen Sie bevor Sie bauen, kaufen oder sanieren. Den Antrag auf das Baukindergeld stellen Sie hingegen erst nachdem Sie eingezogen sind.

Wann kann ich mit er ersten Auszahlung des Baukindergeldes rechnen?

Nachdem Sie alle erforderlichen Nachweise eingereicht bzw. hochgeladen haben, prüft die KfW ob Sie förderberechtigt sind. Im Anschluss erhalten Sie eine Auszahlungsbestätigung, in der Sie auch über den ersten Auszahlungstermin informiert werden. Die jährlichen Auszahlungen erhalten Sie zum immer gleichen Termin.

Muss das Baukindergeld zurückgezahlt werden?

Nein. Beim Baukindergeld handelt es sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Welchen Stichtag gibt es beim Kauf von einem Bauträger oder von einem Fertighaus zu beachten?

Beim Kauf einer Immobilie inklusive Grundstück von einem Bauträger, gilt das Datum des notariellen Kaufvertrags als Stichtag für die Beantragung.

Wenn Sie ein Bauunternehmen beauftragen Ihre Immobilie zu errichten, wird für die Beantragung der Tag Ihrer Baugenehmigung als Stichtag herangezogen.

Generell gilt, dass Sie Ihre Immobilie nicht vor dem 01. Januar 2018 und nicht nach dem 31.03.2021 erworben haben dürfen, um den Antrag auf Baukindergeld stellen zu können.

Wie berechnet sich denn das Haushaltseinkommen, damit ich förderberechtigt bin?

Das Haushaltseinkommen berechnet sich aus dem Einkommen des Antragstellers sowie des Ehe- oder Lebenspartners oder des Partners aus eheähnlicher Gemeinschaft.

Für die Höhe des Einkommens wird der Durchschnitt aus dem vorletzten und vorvorletzten Jahr gebildet.

* Fußnote

*Hierfür wird der Durchschnitt aus den zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang ermittelt. Zum Haushaltseinkommen zählen die Einkommen des Antragstellers und Einkommen des Ehe- oder Lebenspartners oder des Partners aus eheähnlicher Gemeinschaft.

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