Ihr sucht nach einem bezahlbaren Ort zum Studieren?

Wir zeigen die Kosten für WG-Zimmer im Städtevergleich!

Mit dem Studium beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt. Wo es dich dazu hinverschlägt, hängt auch meistens von den Kosten für ein WG-Zimmer ab. Denn diese entscheiden, ob Studium und eigene Wohnung überhaupt bezahlbar sind. Wir geben dir einen Überblick über die Kosten für WG-Zimmer im Städtevergleich und zeigen, welche weiteren Ausgaben dich während deines Studentenlebens erwarten.

Kosten für WG-Zimmer im Städtevergleich

WG-Zimmer: Mietkosten im Städtevergleich als Grafik (Deutschland)

Wer mit seinem Studium beginnt, hat selten einen gut bezahlten Job oder große Ersparnisse. Denn auch Freizeit ist wichtig, um sich auf anstehende Klausuren vorzubereiten und so bleibt auch für das Arbeiten wenig Zeit übrig. Geht es um die finanzielle Freiheit, haben die Kosten für WG-Zimmer daher einen besonders großen Einfluss. Wie eine Untersuchung von WG-Suche.de zeigt, können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Während du in der Studentenstadt München über 600 Euro für ein WG-Zimmer ausgeben musst, zahlst du im sächsischen Chemnitz nur 200 Euro. Die Differenz: stolze 400 Euro!

Die gute Nachricht ist, dass ein WG-Zimmer in nur zehn der fast 160 Studentenstädte mehr als 400 Euro kostet. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt mit rund 295 Euro hingegen nur 95 Euro über der günstigsten WG-Miete in Chemnitz.

Die folgende Infografik gibt Dir einen Überblick über die Kosten für WG-Zimmer und zeigt die teuersten sowie günstigsten Studentenstädte in Deutschland.

> WG-Zimmer in Studentenstädten: Zum Kostenüberblick

Top 15 der teuersten Studentenstädte
(Warmmiete für WG-Zimmer)
Top 15 der günstigsten Studentenstädte
(Warmmiete für WG-Zimmer)
München (616 €) Chemnitz (212 €)
Stuttgart (485 €) Mittweida (214 €)
Frankfurt am Main (474 €) Frankfurt (Oder) (215 €)
Freiburg im Breisgau (438 €) Neubrandenburg (214 €)
Ingolstadt (425 €) Lemgo (219 €)
Konstanz (415 €) Zwickau (220 €)
Wiesbaden (410 €) Birkenfeld (221 €)
Hamburg (410 €) Schmalkalden (220 €)
Heidelberg (410 €) Görlitz (222 €)
Erlangen (402 €) Nordhausen (223 €)
Mainz (400 €) Bremerhaven (226 €)
Düsseldorf (396 €) Hof (226 €)
Darmstadt (391 €) Brandenburg an der Havel (228 €)
Karlsruhe (390 €) Wilhelmshaven (228 €)
Tübingen (387 €) Cottbus (230 €)

Vergleich: Das kosten Wohnungen in Studentenstädten

Sind WG-Zimmer zu teuer oder kaum verfügbar, kannst Du auch auf einen Platz im Wohnheim hoffen. Das Problem ist nur, dass es davon viel zu wenig gibt. So kamen im Jahr 2017 über 2,85 Millionen Studierende auf rund 240.000 Wohnheimplätze.

Eine weitere Möglichkeit ist die eigene Wohnung. Doch die ist in allen Städten teurer als die Miete im WG-Zimmer. Das zeigt der Mietspiegel von ImmobilienScout24. Während Wohnungen mit einer Größe von etwa 30 Quadratmetern in München 785 Euro kosten, liegt die Warmmiete in Chemnitz bei 264 Euro. Im Durchschnitt beträgt die Warmmiete für eine kleine Wohnung 395 Euro. Mietwohnungen in einer Studentenstadt sind damit rund 100 Euro teurer, als WG-Zimmer. Die folgende Tabelle zeigt Dir die Top 15 der teuersten und günstigsten Studentenstädte, bezogen auf den Mietspiegel für eine 30 Quadratmeter große Wohnung.

Top 15 der teuersten Studentenstädte
(Mietspiegel; Warmmiete für 30 m²)
Top 15 der günstigsten Studentenstädte
(Mietspiegel; Warmmiete für 30 m²)
München (785 €) Chemnitz (264 €)
Stuttgart (651 €) Neubrandenburg (270 €)
Ingolstadt (613 €) Schweinfurt (271 €)
Frankfurt am Main (595 €) Cottbus (274 €)
Freiburg im Breisgau (587 €) Mittweida (277 €)
Konstanz (551 €) Zwickau (277 €)
Erlangen (547 €) Brandenburg an der Havel (280 €)
Darmstadt (541 €) Frankfurt a. d. Oder (281 €)
Tübingen (540 €) Schmalkalden (281 €)
Karlsruhe (540 €) Senftenberg (285 €)
Heidelberg (538 €) Salzgitter (286 €)
Mainz (534 €) Gelsenkirchen (287 €)
Heilbronn (533 €) Witten (291 €)
Würzburg (513 €) Birkenfeld (295 €)
Wiesbaden (506 €) Bremerhaven (295 €)

Der Mietspiegel zeigt dir, dass Wohnungen vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen am günstigsten sind. Suchst du eher nach einer Wohnung in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen, musst du wiederum mit höheren Ausgaben rechnen.

Die Miethöhe der Studentenbude setzt sich aus verschiedenen Kriterien zusammen.

HowToTeaser Arne Miete in Studentenstädten Youtube Vorschaubild

Dazu gehört die Größe der Wohnung, aber auch die Lage. Aber das ist noch nicht alles.

Arne verrät dir mehr

Welche Faktoren spielen noch eine Rolle bei den Zimmer-Preisen?

Nicht nur allein die Stadt an sich bestimmt darüber, wie viel du für ein WG-Zimmer oder eine Wohnung zahlen musst. Zum einen ist die Größe der Wohnung und auch deines Zimmers entscheidend. Je mehr Quadratmeter dir zur Verfügung stehen, desto höher ist der Mietpreis. Zum anderen kommt es darauf an wo sich deine WG oder deine Wohnung befindet. Seid ihr in unmittelbarer Stadtnähe und seid zudem an den öffentlichen Nahverkehr angebunden? Ist dies der Fall, wirkt sich das meist ebenfalls auf die Miete aus. Ebenso spielt die Ausstattung der Wohnung eine Rolle, wie bspw. ein Balkon, und wie viel Mitbewohner du hast zur Aufteilung der Miete.

Wohnung oder WG-Zimmer: Was kann ich mir leisten?

Ob die Kosten für ein WG-Zimmer im Rahmen liegen, hängt ganz von deinem Einkommen ab. Grundsätzlich sollten die monatlichen Einnahmen etwa dreimal so hoch sein, wie die Ausgaben für die Miete. Mit rund 500 Euro Bafög (Durchschnitt 2017; Statista) und 450 Euro von einem Studentenjob kommen insgesamt knapp 950 Euro zusammen. Kostet die Wohnung nicht mehr als 315 Euro, bleiben dir noch knapp 630 Euro für Essen, Trinken und sonstige Ausgaben im Studentenleben. Sprich aber am besten im Vorfeld mit deinen Eltern darüber, inwiefern sie dich auch finanziell unterstützen oder ob sie die Miete ganz übernehmen.

Welche Kosten fallen außerdem im WG-Leben an?

Neben der Miete für Wohnung oder WG-Zimmer, zahlst du jeden Monat außerdem für Semesterbeiträge, Strom, Internet und Versicherungen. Auch Essen und Trinken müssen bezahlt werden. Die folgende Liste gibt einen ungefähren Überblick:

  • Strom: 20 bis 30 Euro pro Person
  • Internet: 30 bis 50 Euro pro WG
  • Versicherungen: Abhängig vom Alter (ab 25 etwa 70 bis 80 Euro pro Monat für Haftpflicht und studentische Krankenversicherung)
  • Lebensmittel: 150 bis 200 Euro pro Person
  • Semesterbeitrag: 30 bis 100 Euro pro Person

Insgesamt sollte Dein Einkommen also ausreichen, um neben den Kosten für das WG-Zimmer auch monatliche Fixkosten von mindestens 210 Euro abzudecken.

Lassen sich die Kosten fürs WG-Zimmer aufteilen?

Ja! Kosten für Strom, Internet und Lebensmittel könnt ihr genau wie die WG-Miete fair untereinander aufteilen. Während sich die Ausgaben für Strom, Internet und Lebensmittel einfach durch die Anzahl deiner Mitbewohner teilen lassen, hängen die individuellen Kosten der WG-Zimmer von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Fläche könnt ihr dabei einen „Schönheitsbonus“ vereinbaren. Wer einen Balkon, eine Terrasse oder sonstige Extras im Zimmer hat, muss dabei etwas mehr zahlen.

Quellen

Studentenwerke.de
wg-suche.de
statista.com