Eigenheimförderung für junge Familien.

Baukindergeld.

Familien, die ein Zuhause gekauft oder gebaut haben oder es planen, profitieren von hohen Zuschüssen. Das Baukindergeld ist beschlossen! Ab dem 18. September gibt es den Zuschuss, mit dem der Staat Familien mit bis zu 12.000 Euro pro Kind über einen Zeitraum von maximal zehn Jahren hinweg, fördert. Dies gilt rückwirkend zum 01. Januar und ist bis 31. Dezember 2020 begrenzt.

Kinder spielen auf Baustelle

Das Baukindergeld unterstützt Erstimmobilienkäufer

Das Baukindergeld unterstützt Familien beim Erwerb von Wohneigentum. Dazu vergibt der Staat Zuschüsse von bis zu 12.000 Euro pro Kind.

Das Geld verschafft Familien zusätzlichen finanziellen Spielraum und wird über einen Zeitraum von maximal zehn Jahren gezahlt.

Ziel des Baukindergeldes

Ziel der Förderung ist es, die Anzahl der Wohneigentümer in Deutschland anzuheben. Denn diese liegt mit einer Quote von etwa 45 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt.

Das Baukindergeld steht in der Tradition der Eigenheimzulage, mit welcher der Staat den Kauf von Wohneigentum zwischen 1995 und 2005 unterstützte.

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat hat am 13.September bekannt gegeben, dass ab dem 18. September Anträge für das Baukindergeld bei der KfW Bankengruppe online gestellt werden können. Der Kaufvertrag oder die Baugenehmigung muss zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 abgeschlossen sein.

Fragen und Antworten zum Baukindergeld

Wer bekommt das Baukindergeld?

Die Förderung gibt es für Familien oder Alleinerziehende, die zum ersten Mal ein Haus bauen sowie ein bestehendes Gebäude oder eine Eigentumswohnung kaufen. Voraussetzung ist, dass sie die Immobilie selbst nutzen und mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren einziehen. Entscheidend ist außerdem die Einkommensgrenze: Das zu versteuernde Haushaltseinkommen darf maximal bei 75.000 Euro pro Jahr plus 15.000 Euro pro Kind liegen.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Mit dem Baukindergeld erhalten Familien und Alleinerziehende einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro pro Kind unter 18 Jahren. Diese Förderung läuft maximal 10 Jahre. Insgesamt beläuft sich der Zuschuss somit auf bis zu 12.000 Euro für jedes Kind. Bedingung ist, dass das errichtete oder erworbene Wohneigentum ununterbrochen 10 Jahre für die eigenen Wohnzwecke genutzt wird.

Wie sind die Fördermittel zu beantragen?

Das Baukindergeld kann ab dem 18. September ausschließlich online über die KfW Bankengruppe beantragt werden, nachdem Sie in das Wohneigentum gezogen sind. Wer von der Förderung profitieren möchte, kann ab Einzug in die Immobilie den Antrag stellen – bis spätestens drei Monate danach. Es gilt das amtlich bestätigte Einzugsdatum. Nach Bestätigung des Antragseingangs muss die Identität bestätigt werden. Innerhalb der drei Monate nach Antragsstellung müssen dann auch die Nachweisdokumente vorgelegt werden. Dies umfasst die Einkommensteuerbescheide, Meldebestätigung, Auflassungsvormerkung oder Grundbuchauszug.

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Was gibt es bei der Beantragung noch zu beachten?

Der Kaufvertrag oder die Baugenehmigung muss zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 abgeschlossen sein. Unter diesen Bedingungen kann der Antrag für das Baukindergeld bis zum 31. Dezember 2023 gestellt werden. Maßgeblich ist, dass die Antragstellung innerhalb von drei Monaten nach dem Einzug erfolgt.

Sollte der Einzug ins Eigenheim im Jahr 2018 vor dem Beantragungsstart am 18. September 2018 erfolgt sein, kann der Antrag auf Baukindergeld bis zum 31. Dezember 2018 gestellt werden

Ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich?

Wer das Baukindergeld in Anspruch nimmt, kann dies grundsätzlich auch mit anderen öffentlichen Fördermitteln kombinieren. Allerdings darf die kumulierte Förderung nicht die Kosten für den Neubau oder den Erwerb des Wohneigentums übersteigen.

Baukindergeld Plus in Bayern

Familie sitzt unter einem Dachmodell

Um das Bayerische Baukindergeld Plus zu erhalten, muss das Baukindergeld des Bundes bewilligt worden sein. Außerdem muss eine der folgenden zwei Voraussetzungen erfüllt werden:

  • seit mindestens einem Jahr einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Bayern

oder

  • seit mindestens einem Jahr dauerhaft in Bayern erwerbstätig

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Ab dem 18.09.2018 kann der Antrag auf das Bayrische Baukindergeld Plus bei der BayernLabo gestellt werden.
Zur Bearbeitung des Antrags für das Bayrische Baukindergeld Plus muss der Nachweis für die Gewährung des Baukindergelds des Bundes vorliegen. Das Baukindergeld des Bundes kann wie oben beschrieben beantragt werden.

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Das Baukindergeld Plus in Bayern stockt das Baukindergeld des Bundes von 1.200 € pro Jahr, das über 10 Jahre läuft, um 300 Euro pro Jahr und Kind auf. Familien mit einem Kind erhalten somit insgesamt 15.000 Euro (1.500 Euro pro Jahr).

Für Haushalte mit zwei Kindern liegt die Förderung bereits bei 30.000 Euro über 10 Jahre.

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Neben dem Baukindergeld Plus hat Bayern zeitgleich auch eine spezielle Eigenheimzulage auf den Weg gebracht. Bauherren und Käufer von Immobilien bekommen über das Programm einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro, der sich mit einem Mal auszahlen lässt. Anders als das Baukindergeld erhalten die Eigenheimzulage auch Alleinstehende und kinderlose Ehepaare. Haushalte mit Kindern erhalten das Baukindergeld zusätzlich. Familien mit zwei Kindern erhalten so insgesamt 40.000 Euro, wenn sie das Baukindergeld zehn Jahre in Anspruch nehmen. Für Familien mit drei Kindern liegt die Fördersumme bereits bei insgesamt 55.000 Euro.

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Bayerische Eigenheimzulage von 10.000 Euro

Familie plant ihr Eigenheim

Alle, die seit mindestens einem Jahr in Bayern leben und dort ein Haus bauen oder kaufen möchten, haben Glück. Denn sie profitieren von der bayerischen Eigenheimzulage, einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Mit dem Förderprogramm erleichtert das Land Bayern den Zugang zu eigenem Wohnraum. Seit 1. September können die Mittel beantragt werden.

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Mit der bayerischen Eigenheimzulage unterstützt der Freistaat Käufer und Bauherren einer Immobilie mit einem Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Das Besondere daran: Die Mittel lassen sich mit dem geplanten bayerischen Baukindergeld Plus und dem geplanten Bundes-Baukindergeld kombinieren. Wer alle drei Programme nutzt, bekommt dabei im besten Fall mindestens 25.000 Euro. Im Gegensatz zum Baukindergeld, das Staat und Land in jährlichen Raten zahlen wird, gibt es die bayerische Eigenheimzulage mit einem Mal.

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Antragsberechtigt sind Familien, kinderlose Paare und Alleinstehende, die seit mindestens einem Jahr im Freistaat leben. Sie bekommen die bayerische Eigenheimzulage für Kauf oder Neubau von Eigentumswohnungen, Ein- oder Zweifamilienhäusern. Auch die Erweiterung bestehender Gebäude wird gefördert, sofern dabei neuer Wohnraum entsteht. Voraussetzung ist, dass die Antragsteller bestimmte Einkommensgrenzen einhalten. Diese richten sich nach dem Familienstand und ergeben sich wie folgt:

  • Alleinstehende: 50.000 Euro
  • Zwei- oder Mehrpersonenhaushalte: 75.000 Euro
  • Familien mit Kindern: 75.000 Euro + 15.000 Euro pro Kind

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Förderfähig sind alle Vorhaben, bei denen der notarielle Kaufvertrag frühestens am 01.07.2018 unterzeichnet wurde. Bei einem Neu- oder Umbau gilt hier das Datum der Baugenehmigung. Bei genehmigungsfreien Bauvorhaben gibt es die Fördermittel, wenn die Frist des Art. 58 Abs. 3 Satz 3 BayBO nach dem 30.06.2018 abgelaufen ist. Gleiches gilt auch, wenn die Gemeinde eine Mitteilung nach Art. 58 Abs. 3 Satz 4 BayBO frühestens zum 01.07.2018 erteilt hat.

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nteressierte können Förderanträge seit dem 01.09.2018 einreichen. Möglich ist das über die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) und zwar bis zu sechs Monate nach dem Einzug. Liegt der Umzug zwischen 01.07.2018 und 01.09.2018, gilt eine Ausnahme. Hier verlängert sich die Frist bis zum 28.02.2019. Während Antragsberechtigte die nötigen Unterlagen bis Ende September noch in Papierform einreichen müssen, soll ab Oktober 2018 ein elektronisches Verfahren nutzbar sein. In jedem Fall sind folgende Dokumente nötig:

  • Einkommenssteuerbescheide für das zweite und dritte Jahr vor der Beantragung
  • Meldebescheinigung der Gemeinde einschließlich einer Bestätigung, dass der Wohnsitz mindestens ein Jahr in Bayern ist
  • Grundbuchauszug als Eigentumsnachweis oder mit Eintragung der Auflassungsvormerkung
  • Baurechtliche Genehmigung für genehmigungspflichtige Bauvorhaben oder Bestätigung der Gemeinde für genehmigungsfreie Bauvorhaben
  • Kaufvertrag für eine bestehende Immobilie
  • Kindergeldbescheid, wenn Kinder im Haushalt leben
  • Identifizierung, zum Beispiel über das Postident-Verfahren

Nach aktuellen Informationen ist mit der Bewilligung der ersten Anträge nicht vor dem 25.09.2018 zu rechnen. Die Unterlagen und alle weiteren Informationen sind auf der Webseite der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) zu finden.

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Es gibt auch kritische Stimmen zum Baukindergeld

Manche Experten kritisieren die Pläne zum Baukindergeld. So könnte eine wachsende Nachfrage nach Grundstücken und Häusern zu einem weiteren Anstieg der Preise führen. Darüber hinaus könnten einkommensschwache Haushalte in finanzielle Schieflage geraten, wenn die Förderung nach zehn Jahren wegfällt und – durch evtl. gestiegene Zinsen - höhere Kreditraten fällig werden. Diesem Risiko kann man allerdings mit einem Wohnsparvertrag, der einem schon heute günstige Darlehenszinsen für morgen sichert, vorbeugen.