Rechtliche Vorschriften und Planung.

Der Bau eines Carports.

Ein Carport bietet nicht nur Platz fürs Auto, auch Gartengeräte wie Rasenmäher & Co. sowie Fahrräder, Gartengrill oder Winterreifen finden dort ihren Platz. Wer intelligent plant und vor allem weiß, was später alles einmal unters Dach des Carports passen soll, ist klar im Vorteil. In der Planungsphase sind außerdem einige baurechtliche Bestimmungen zu beachten. Die wichtigsten Planungsfakten für den Carport haben wir für Sie zusammengefasst.

Baurechtliche Bestimmungen beim Carport-Bau

Am Anfang einer jeden Planung müssen Sie sich als Hausbesitzer über die baurechtlichen Bestimmungen, die für Carports gelten, informieren. Denn bei einem überdachten Abstellplatz fürs Auto, spielt die Grundstücksgrenze zum Nachbarn eine entscheidende Rolle. Nicht immer dürfen Sie den Carport so planen, dass er direkt auf der Grundstücksgrenze abschließt. Was erlaubt ist und was nicht, ist in der Bauordnung des Bundeslandes, in dem Sie wohnen, festgehalten.

In einigen Bundesländern ist ein gewisser Abstand zur Grundstücksgrenze des Nachbarn vorgeschrieben, in anderen Regionen gibt es wiederum keine Vorschrift hierzu. Sie können sich beim zuständigen Bauamt oder in den entsprechenden Bebauungsplänen über die geltenden Vorschriften erkundigen. Planen Sie den Carport nicht in Eigenregie zu erbauen, übernimmt in der Regel der beauftragte Architekt das Einholen dieser Informationen.


Nachbarn über den Bau des Carports informieren

Auch wenn es in Ihrem Bundesland erlaubt ist, den Carport direkt auf der Grundstücksgrenze zu errichten, sollten Sie vorab mit Ihren Nachbarn darüber sprechen. Denn oft fühlen diese sich vor den Kopf gestoßen, wenn sie über Planungen, welche die Grundstücksgrenze betreffen, nicht informiert werden.

Es lohnt sich auch aus anderen Gründen, die Nachbarn über das Bauvorhaben zu informieren: Oft ergeben sich daraus positive Synergien, beispielsweise, wenn der Nachbar sich anschließt und ein Doppelcarport entstehen kann, bei dem sich die Baukosten teilen lassen.

Bauantrag notwendig oder nicht?

In der Regel ist es leichter, einen Bauantrag für einen Carport zu stellen und dafür eine Genehmigung zu bekommen, als für den Bau einer Garage. Allerdings gibt es hierzu keine bundeseinheitliche Regelung. Am besten Sie erkundigen sich bei ihrem zuständigen Bauamt, welche Unterlagen für eine Genehmigung notwendig sind, denn manchmal wird neben einem Bauantrag auch eine Baugenehmigung verlangt.

Wichtig zu wissen: Bei der Planung eines Carports sind die Maße am Dach des Carports maßgeblich.

Vorschriften für das Dach

Bei der Planung des Carports gibt es keine Vorschriften für die Maße der Dachneigung. Ebenfalls ist die Dacheindeckung oder die Dachform nicht vorgeschrieben. Generell sollte sie natürlich zum Haus passen und gewisse DIN-Normen einhalten. Neben einem Haus mit Ziegeldach und einer Neigung von 52 Grad, ist beispielsweise ein Schleppdach für den Carport sinnvoll, weil dieses sich nahtlos anschließen kann und das Gesamtbild nicht stört.

In den letzten Jahren hat die Schneelast immer mehr zugenommen und es kam nicht selten zu Unglücken, weshalb die DIN-1055-Norm ins Leben gerufen wurde. Das Bauamt informiert über die geltenden Lastverhältnisse, die in der Region eingehalten werden müssen.

Wenn Sie einige Dinge bei der Planung Ihres Carports berücksichtigen und über entsprechende Anträge und Genehmigungsverfahren Bescheid wissen, steht dem Bau nichts mehr im Wege.

Wenn Sie den Bau in die Hände eines Fachbetriebs legen, übernimmt dieser in der Regel die Behördengänge und Sie brauchen sich um nichts zu kümmern.


Autor: MyHammer

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