Carport planen und bauen.

Baurechtliche Aspekte & Gestaltungstipps.

Beim Bau eines Carports gibt es einige baurechtliche Vorschriften zu beachten und bürokratische Hürden zu überwinden. Aber der Aufwand lohnt sich, denn ein Carport schützt das Auto vor Wind und Wetter. Wie wird ein beständiger Carport gebaut, der sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt und welches Material ist das beste? Wir haben die wichtigsten Punkte für die Planung eines Carports für Sie zusammengefasst.

Materialauswahl für den Carport

Übliche Materialien, aus denen ein Carport besteht, sind Holz, Metall oder ein Verbundstoff aus Kunststoff. Der Bau mit Holz verursacht die wenigsten Kosten, während Kunststoff oder Metall nicht so pflegeaufwendig sind. Auch eine Kombination aus allen Materialien ist natürlich möglich. In der Planungsphase ist eine fachkundige Beratung sinnvoll, denn das Material sollte auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Bewohner zugeschnitten sein. Ein Fachmann hilft dabei, die richtige Materialauswahl zu treffen.

Der Boden des Carports

Der Untergrund des Carports muss jeder Menge Herausforderungen standhalten und besteht für gewöhnlich aus Pflastersteinen, einfachem Kies oder Teer. Wenn der Boden in eine Rasenfläche integriert werden soll, sind Rasensteine eine gute Möglichkeit. Wichtig ist, daran zu denken, dass der Boden nicht nur die Lasten der Konstruktion tragen muss, sondern auch die Bewegungen des Fahrzeugs. Zudem sollte er optisch zum Haus passen.

Die Dachform und Dacheindeckung für den Auto-Abstellplatz

Die Dachform des Carports ist nach Geschmack wählbar. Möglich sind Giebel oder Flachdach aus Holz, Dachpappe, Dachziegeln, Stahl oder aus Glas. Wer smart mitdenkt, begrünt das Dach oder baut Solarpanels darauf. Bei einem Flachdach ist eine Begrünung besonders beliebt. Dadurch wirkt der Unterstand fürs Auto sehr natürlich und gleichzeitig sorgt das Grün für die Reinigung der Luft.

Oft entscheiden sich Hausbesitzer aber auch für eine Glasbedachung, die den Carport sehr filigran wirken lässt und eine natürliche Helligkeit bietet, besonders passend bei modernen Wohnhäusern. Beim Material aus Alu und Zink handelt es sich um ein veredeltes Feinblech, das einen erhöhten Schutz bietet. Diese Eindeckungsart übersteht Wind und Wetter ohne Probleme und ist auch bei Hagel sehr robust. Eine ganz besondere Eindeckung für den Carport ist Solarglas. Das Material erzeugt durch Sonnenlicht Energie und ist deshalb sehr effizient und gleichzeitig umweltfreundlich.

Steildächer wie ein Walmdach bringen andere Anforderungen an das Material der Dacheindeckung mit sich. Ganz klassisch werden sie mit Tonziegeln bedeckt, das ergibt eine rustikale aber gleichzeitig hochwertige Optik. Tonziegel sind in verschiedenen Farben erhältlich, oft sieht man sie in Schwarz oder Rot. Am besten wählen Sie diese in der Farbe der Dacheindeckung des Hauses aus, damit ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

Baurechtliche Aspekte beachten

Nicht immer ist eine Baugenehmigung für den Carport notwendig. Je nach Landesbau- und Gemeindeverordnung der jeweiligen Kommune. Auch der einzuhaltende Mindestabstand zur Grundstücksgrenze ist unterschiedlich geregelt, ebenso wie die erlaubte Größe des Baus. Um sich zu informieren und keine Fehler bei der Planung zu machen, gehen Sie am besten zur Stadt oder Gemeinde und sprechen dort über Ihr Vorhaben.

Wollen Sie einen Bauantrag einreichen, benötigen Sie eine Baubeschreibung sowie eine Bauzeichnung im Maßstab 1:1000, einen Statiknachweis sowie Lage- und Flurpläne, die höchstens zwei Jahre alt sind. Das Antragsformular sollten Sie ebenfalls nicht vergessen.

Wer plant und baut den Carport?

Am besten ist, sich an einen Fachmann zu wenden, denn dann werden die Dokumente für einen Bauantrag gleich mitgeliefert oder der Betrieb übernimmt die Behördengänge. Die sorgfältige Planung und Integration des Carports ins Grundstück oder als Anbau ans Haus, übernimmt am besten ein Fachmann. Natürlich hat das seinen Preis, aber der Carport soll schließlich kein Störfaktor sein, sondern sich gut ins Bild einfügen.

Ist Ihnen ein Zimmerer zu teuer, kann auch ein fertiger Bausatz in Frage kommen. In der Regel werden hier ebenfalls die notwendigen Dokumente und Anträge mitgeliefert. Zu bedenken ist, dass bei einem Bausatz wenig Raum für Individualisierung bleibt. Änderungen aufgrund der Grundstücksform sind hier ebenfalls nicht möglich.

Nicht immer ist der Bau eines Carports in Eigenregie am günstigsten, denn große Anbieter bekommen oft beim Material vergünstigte Preise. Hinzu kommen der Arbeitsaufwand und die Kosten für die notwendigen Dokumente. Schnell ist der Preis eines Bausatzes erreicht.


Autor: MyHammer

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