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Keine Ausgaben für den Hausbau vergessen. Diese Baunebenkosten sollten Sie einplanen.

Jeder Hausbau geht mit einer Reihe an Kosten einher. Einige sind den meisten wohlbekannt, wie beispielsweise der Preis für das Haus und das Grundstück, während sich andere Kostenpunkte erst bei einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema herauskristallisieren. Damit Sie von Beginn an alle Kosten in Ihrer Budgetplanung mit aufnehmen können, geben wir Ihnen hier einen Überblick der wichtigsten Baunebenkosten für Ihren Hausbau.

Nebenkosten beim Grundstückskauf

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Ihrem Bundesland?

Noch bevor Sie mit dem Bau des Hauses beginnen, entstehen einige Kosten, die das Bauland betreffen. Zunächst wäre da die Maklercourtage. Sofern Sie Hilfe durch einen Makler in Anspruch genommen haben, wird eine Provision von ca. 3,57 bis 7,14 Prozent des Kaufpreises fällig. Diese richtet sich nach dem Bundesland, in dem sich das Grundstück befindet. Hinzu kommt die Grunderwerbsteuer, die ebenfalls abhängig vom Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt.

Jedes Immobiliengeschäft bedarf eines Notars, der für die Einschreibung ins Grundbuch verantwortlich ist. Für dessen Gebühren sowie die Eintragung der Grundschuld sollten Sie mit 1,5 bis 2 Prozent des Grundstückswerts rechnen.

Anfallende Kosten für die Baugrundvorbereitung

Noch vor dem Grundstückskauf, ist es ratsam, ein Bodengutachten durchführen zu lassen. Hierbei wird geprüft, welche Bodenqualität vorliegt und inwiefern das Bauland für Ihren Hausbau geeignet ist. Die Bodenbeschaffenheit beeinflusst den Grundstückswert und folglich die Kaufsumme. Die Kosten für ein Bodengutachten liegen zwischen 500 und 1.000 Euro.

Nach dem Erwerb Ihres Grundstücks kann dieses für die Bebauung vorbereitet werden. Die übliche Vorkehrungen sind die Vermessung und die Erschließung des Baulands. Für letzteres gibt es eine Reihe an Maßnahmen, die je nach Zustand des Grundstücks durchgeführt werden müssen. Dazu gehören unter anderem der Anschluss an das Trinkwasser, die Kanalisation und das Stromnetz. Die Erschließungskosten richten sich dabei stark nach dem Bauland, da Grundstücke bereits voll, nur teilweise oder noch gar nicht erschlossen sind.

Tipp: Mehr zum Thema Erschließungskosten erfahren Sie auf der Seite unseres Partners fertighaus.de.

Planen Sie für eine Grundstücksvermessung 2.000 bis 3.000 Euro ein. Aber auch hier gilt, dass sich der Wert nach dem Aufwand richtet.

Befinden sich Bäume auf Ihrem Grundstück, die den Hausbau beeinträchtigen können? Nicht selten müssen Bäume vor dem Hausbau gefällt werden. Planen Sie hier rund 500 Euro für jeden zu fällenden Baum ein.

Letzte Hürde: Baugenehmigung

Liegt das Bodengutachten vor und ist das Grundstück vermessen, können Sie einen Bauantrag an die zuständige Behörde stellen. Diese entscheidet dann, ob Sie Ihr geplantes Bauvorhaben durchführen dürfen. Für die Bearbeitung und Ausstellung der Baugenehmigung ist mit etwa 0,2 bis 0,7 Prozent der Bausumme zu rechnen. Die genauen Kosten richten sich nach dem Umfang des Bauprojekts sowie nach dem Gebührensatz der jeweiligen Gemeinde.

Kosten für die Baustelleneinrichtung beachten

Ab jetzt heißt es nur noch, die Baustelle für den Hausbau einzurichten. Mitunter müssen dafür Baustraßen gelegt werden, dessen Kosten Sie zu tragen haben. Darüber hinaus ist auch an die Versorgung durch Bauwasser und -strom zu denken. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 500 bis 800 Euro.

Boden ausheben und abtransportieren

Ganz gleich, ob Sie sich für einen Keller oder nur für eine Bodenplatte entscheiden, müssen Erdmassen zunächst ausgehoben und später abtransportiert werden. Für den Aushub ist mit ca. 4 bis 10 Euro pro Kubikmeter zu rechnen. Hier spielt die Bodenbeschaffenheit eine Rolle und wirkt sich auf den finalen Preis aus. Die Kosten für den Abtransport liegen zwischen 10 und 16 Euro je Kubikmeter.

Braucht es einen Prüfstatiker und wer trägt die Kosten?

Einige Bauherren engagieren einen unabhängigen Prüfstatiker, der bereits bei der Hausplanung die Berechnungen überprüft. Zudem kontrolliert er weitere Arbeiten während der Bauphase. In Berlin, Brandenburg und Hessen ist dieser Pflicht. Bei vielen Fertighausanbieter ist der Service eines Prüfstatikers bereits im Hauspreis inbegriffen. Engagieren Sie selbst einen, so fallen Kosten von ca. 1.500 bis 2.000 Euro an.

Gut versichert, sorgloser gebaut

Ein weiterer Kostenpunkt, der oftmals vergessen wird, sind die Versicherungskosten. Jeder Bauherr sollte auf jeden Fall eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen. Helfen Sie selbst sowie Freunde und Familie beim Bau mit, empfiehlt sich eine Bauhelferversicherung. Zusätzlich können Sie eine Baufertigstellungsversicherung abschließen, um sich gegen den Fall einer Insolvenz der Baufirma abzusichern. Für alle Versicherungen zusammen sollten Sie einmalig um die 500 bis 1.000 Euro einplanen..

Die Außenanlage nicht vergessen

Auch wenn Sie sich erst nach Fertigstellung des Hauses um Garten und Co. kümmern, sollten Sie die Ausgaben dafür im Budget berücksichtigen. Schnell kommen hier einige zehntausend Euro zusammen. Kosten fallen üblicherweise auf Folgendes an:

  • Terrasse
  • Pflanzen
  • Carport/Garage
  • Einfahrt und Wege
  • Teich/Pool

Fazit

Addiert man die einzelnen Nebenkosten grob zusammen, so landet man hier bei rund 50.000 Euro, was in jedem Fall ein realistischer Wert sein kann. Natürlich ist jedes Bauprojekt einzigartig und es ist schwer, eine gemein gültige Aussage zu treffen. Wir raten Ihnen daher, alle genannten Punkte für Ihr Bauvorhaben zu analysieren und in Ihrer Budgetplanung zu berücksichtigen.

Autor: Fertighaus.de

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