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Austauschprämie für Öl- und Gasheizungen

Steht in Ihrem Keller auch eine alte Öl- oder Gasheizung, die dringend ersetzt werden müsste? Dann ist die Gelegenheit für einen Austausch jetzt besonders günstig: Bis zu 40% der Kosten übernimmt der Staat im günstigsten Fall, wenn Sie Ihre alte Öl- oder Gasheizung durch ein klimafreundlicheres Heizsystem ersetzen. Möglich ist das durch die Austauschprämie für Öl- und Gasheizungen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Austauschprämie bekommen.

Austauschprämie für Gas- und Ölheizungen: Fördergelder im Überblick

Um den Treibhausgasausstoß in Deutschland weiter zu verringern und unsere Energieabhängigkeit von Russland zu beenden, sollen alte Gas- und Ölheizungen so schnell wie möglich durch "grüne" Heizsysteme ersetzt werden. Deshalb gilt: Nur wer seine Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellt, wird mit großzügigen Zuschüssen belohnt.

Besitzer von Gas- und Ölheizungen werden dabei besonders begünstigt. Sie bekommen beim Heizungstausch einen um 10 Prozent höheren Zuschuss als der normale Fördersatz. Im günstigsten Fall werden bis zu 40 Prozent vom Staat bezahlt.

Neu seit August 2022: Austauschprämie für Gasheizungen

Bis Mitte August 2022 galt die Austauschprämie nur für Ölheizungen. Angesichts der Gaskrise, die durch den Ukrainekrieg verursacht wurde, wird seit Mitte August 2022 jetzt auch der Austausch alter Gasheizungen staatlich gefördert. Und: Beim Einbau neuer Gasheizungen gibt es seitdem keine staatlichen Fördergelder mehr.

Austausch gegen Fördersatz mit Austauschprämie Ölheizung
Biomasseheizung 20 %
Wärmepumpe 35−40 %
EE-Hybridheizung (mit erneuerbaren Energien wie Wärmepumpe oder Solar) 35−40%
EE-Hybridheizung mit Biomasse 30−35 %
Solarthermieheizung 35 %
Anschluss an Wärme-/Gebäudenetz 35 %

Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn der Maßnahme bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfolgen.

Tipp

Wer die steuerliche Förderung nicht in Anspruch nehmen kann oder möchte, kann bei einem Heizungstausch auch die 20 % steuerliche Förderung auf die gesamte Handwerkerrechnung geltend machen. In unserem Artikel erfahren Sie mehr zum Steuerbonus für energetische Sanierungen.

Kommt ein Gas- oder Ölheizungsverbot?

Ein komplettes Aus für Öl- und Gasheizungen droht zwar vorerst nicht. Bestehende Ölheizungen dürfen weiter betrieben werden.

Aber: Nach 2026 ist es nicht mehr erlaubt, die bestehende Ölheizung einfach nur durch eine neue zu ersetzen. Die Bundesregierung hat ein Verbot für den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 beschlossen. Nur in Kombination mit erneuerbaren Energien sind Öl-Hybridheizungen auch nach 2026 erlaubt.

Auch ein Verbot für Gasheizungen ab 2024 wurde diskutiert, schließlich aber nicht umgesetzt. Es ist also nach wie vor erlaubt, eine neue neue Gasheizung einzubauen. Aber: Nur, wenn Sie zum Beheizen "grünes Gas" (beispielsweise Biogas) verwenden. Ab 2024 soll jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Hinzu kommt die gesetzliche Austauschpflicht für viele Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind. Vor allem Käufer und Erben alter Häuser müssen mit zusätzlichen Kosten für eine neue Heizung rechnen. Für Sie lohnt sich die Austauschprämie für Ölheizungen besonders.

Hinzu kommt die gesetzliche Austauschpflicht für viele Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre sind. Vor allem Käufer und Erben alter Häuser müssen mit zusätzlichen Kosten für eine neue Heizung rechnen. Für Sie lohnt sich die Austauschprämie für Ölheizungen besonders.

Neue Heizung: Welches System ist das richtige?

So attraktiv die neuen Austauschprämien für Ölheizungen sind: Sie sind nur ein Orientierungspunkt bei der Entscheidung für ein neues Heizsystem. Denn ausschlaggebend ist und bleibt die Situation vor Ort.

Lassen Sie sich deshalb am besten fachkundig beraten, beispielsweise beim Schornsteinfeger, dem Heizungsinstallateur oder dem Energieberater. Er analysiert die Schwachstellen des Hauses und stellt einen Sanierungsfahrplan auf. Denn vielleicht ist es sinnvoller, zuerst die Fassade zu dämmen. Das bedeutet: Die Heizung muss weniger Wärme erzeugen und kann unter Umständen eine Nummer kleiner ausfallen.

Die Kosten für eine neutrale und professionelle Energieberatung werden übrigens von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG bzw. BAFA abgewickelt).

Hier finden Sie im Überblick die aktuelle Förderung für Energieberatungen

Tipp:
In unseren Ratgebern finden Sie weitere Infos zu den Themen Modernisierung und energetische Sanierung.

Wichtige Informationen

Bitte beachten Sie: Unsere Ratgeberartikel ersetzen keine Beratung durch einen Gutachter oder Juristen. Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden Sie sich daher bitte immer persönlich an einen Fachanwalt oder Gutachter. Bei Fragen zu Finanzierungen, Bausparen oder Versicherungen stehen Ihnen unsere Berater natürlich jederzeit zur Verfügung. Bei Fragen rund um die Immobilienvermittlung und -verrentung stehen Ihnen unsere Immobilienexperten gerne zur Seite.

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