Photovoltaik: Förderungen und Zuschüsse 2026
Das Wichtigste in Kürze:
- Mit Photovoltaik-Förderungen können Sie sich reichlich Kosten beim Kauf einer Solaranlage sparen.
- Die Förderungen reichen von Zuschüssen über Kredite und Steuervorteile bis hin zur Einspeisevergütung.
- Mit passenden Modernisierungskrediten decken Sie sämtliche Kosten für die Installation einer Anlage.
- Dank Förderungen und Kostenersparnissen rentiert sich eine PV-Anlage bereits nach einigen Jahren.
Das erfahren Sie in diesem Ratgeber:
Welche Photovoltaik-Förderungen gibt es?
Wie kann ich eine Photovoltaik-Anlage finanzieren?
Ab wann macht sich eine Photovoltaikanlage bezahlt?
1. Welche Photovoltaik-Förderungen gibt es?
Photovoltaikanlagen sind in 2026 so attraktiv wie nie. Selbst produzierter Solarstrom schont die Umwelt, spart Kosten und ermöglicht mehr Unabhängigkeit vom Stromversorger. Mit Photovoltaik machen Sie Ihr Zuhause gleichzeitig klima- und zukunftsfit.
Aufgrund zahlreicher Photovoltaik-Förderungen lohnt sich die Investition in eine neue PV-Anlage besonders. Viele Förderungen wurden in den vergangenen Jahren nämlich deutlich angehoben. Die Kosten für eine Solaranlage fallen dank Zuschüssen, günstigen Darlehen und Steuervorteilen niedriger aus. Nicht nur der Kauf wird gefördert – auch für den langfristigen Betrieb gibt es Anreize. Die Überlegung, aktuell eine PV-Anlage zu finanzieren, ist daher durchaus sinnvoll.
Die Förderungslandschaft setzt sich aus insgesamt vier Teilen zusammen:
- Regionale und kommunale Förderprogramme
- Zinsvergünstigte Kredite
- Steuervorteile für Photovoltaik
- Einspeisevergütung für überschüssigen Strom
Förderung 1: Zuschüsse für Photovoltaikanlagen
Eine bundeseinheitliche Photovoltaik-Förderung gibt es leider nicht mehr. Dafür gibt es viele regionale und städtische Förderprogramme. Abhängig von Ihrem Standort kann der Zuschuss für eine PV-Anlage daher unterschiedlich ausfallen. Fragen Sie am Besten in Ihrem Wohnort nach, ob es Förderungen von Ihrer Stadt gibt. Hierfür wenden Sie sich an Ihre lokale Behörde.
Mit wie viel Förderung Sie durchschnittlich rechnen können, zeigen ein paar Beispiele:
- Stuttgart: Gefördert werden vor allem begleitende Maßnahmen beim Bau einer PV-Anlage, etwa Arbeiten an Elektrik, Zählerplatz, Statik oder Dachhaut. Der Zuschuss beträgt bis zu 300 Euro je kWp bei Dachanlagen und bis zu 400 Euro je kWp bei Fassadenanlagen oder PV über Dachbegrünung. Für Stromspeicher sind bis zu 100 Euro je kWh nutzbarer Kapazität möglich.
- Köln: Die Stadt fördert Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Steckersolargeräte über eigene Programme für Wohnen und Arbeiten. Je Vorhaben sind bis zu 10.000 Euro Gesamtförderung möglich.
- Hannover: Im Förderbaustein DachVollToll gibt es 100 Euro je kWp, maximal 2.000 Euro, wenn geeignete Dachflächen weitgehend mit Modulen belegt werden.
- Auch für die beliebten Balkonkraftwerke, die einfach per Stecker installiert werden, gibt es eigene Photovoltaik-Förderungen. Erneut verteilen sich die Förderprogramme auf Landes- und Städteebene. Daher gilt erneut: Erkundigen Sie sich im Rathaus Ihrer Gemeinde, ob es bei Ihnen eine eigene Photovoltaik-Förderung gibt. In einem FAQ beantwortet "Mein EigenHeim" die wichtigsten Fragen zu Kauf und Montage der Balkon-Solaranlagen.
Ein wichtiger Anlaufpunkt bei der Suche nach einer regionalen Photovoltaik-Förderung ist die Förderdatenbank des Bundes: Einfach „Photovoltaik“ in die Suchmaske eingeben und über die Filter das eigene Bundesland auswählen. Die Datenbank liefert anschließend Informationen zu möglichen Förderprogrammen.
Wichtig: Förderbudgets beachten
Beachten Sie die teilweise sehr knappen Budgets der Länder, Städte und Kommunen für die Photovoltaik-Förderungen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Photovoltaik kann es passieren, dass die Förderbudgets bereits nach kurzer Zeit ausgeschöpft sind.
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Förderung 2: Förderkredite
Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Photovoltaikanlagen über zinsvergünstigte Kredite. Mit dem Förderprogramm Erneuerbare Energien – Standard (Programm 270) unterstützt die KfW-Bank erneuerbare Energieanlagen und Batteriespeicher. Der Kredit 270 ermöglicht eine Finanzierung von bis zu 100 Prozent der Anlagenkosten und ist mit allen weiteren Förderprogrammen kombinierbar.
Wenn Sie alternativ Ihr Haus zum Effizienzhaus sanieren möchten , kann die Photovoltaikanlage Teil des Gesamtvorhabens sein. Dafür kommt der KfW-Kredit 261 infrage. Aktuell sind bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit möglich. Der Tilgungszuschuss richtet sich nach der erreichten Effizienzhaus-Stufe und liegt derzeit zwischen 5 und 45 Prozent
Förderung 3: Steuervorteile
Inzwischen fällt keine Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer mehr für PV-Anlagen an. Der Kauf einer Photovoltaikanlage ist dementsprechend einfach und günstig. Folgende steuerliche Förderungen existieren aktuell für Erwerb und Nutzung von Solaranlagen:
Umsatzsteuerbefreiung
Für viele private Photovoltaik-Projekte gilt beim Kauf und bei der Installation weiterhin der Nullsteuersatz – sie sind damit komplett mehrwertsteuerfrei. Das betrifft Solarmodule, wesentliche Komponenten, Speicher und die Installation, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden oder bestimmten öffentlichen beziehungsweise gemeinwohlorientierten Gebäuden installiert wird. In der Praxis ist diese Voraussetzung regelmäßig erfüllt, wenn die Anlage laut Marktstammdatenregister nicht mehr als 30 Kilowatt peak hat
Befreiung von der Einkommenssteuer
Bei der Einkommensteuer gelten heute vereinfachte Regeln: Gewinne aus Photovoltaikanlagen sind in vielen privaten Standardfällen steuerfrei. Für Anlagen, die seit 2025 angeschafft, in Betrieb genommen oder erweitert wurden, gilt dabei grundsätzlich eine Grenze von 30 Kilowatt peak je Wohn- oder Gewerbeeinheit. Zusätzlich darf die gesamte begünstigte Leistung pro Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft 100 Kilowatt peak nicht überschreiten
Übrigens: Die oben genannten Vereinfachungen bei der Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer gelten auch für Steckersolargeräte: Beim Kauf fällt keine Mehrwertsteuer mehr an, auf die Einspeisevergütung keine Einkommenssteuer mehr.
Wichtig: Die steuerlichen Pflichten wurden stark vereinfacht. Das ändert aber nichts daran, dass Sie Ihre Anlage im Marktstammdatenregister erfassen müssen. Wie Sie Ihre PV-Anlage anmelden, erfahren Sie bei "Mein Eigenheim".
Förderung 4: Einspeisevergütung
Das Wichtigste vorab: Der Hauptgrund für die gute Rendite einer Photovoltaikanlage ist nicht die Einspeisevergütung, sondern der gesparte Strom. Das wird ersichtlich, wenn die Einspeisevergütung maximal 12,34 Cent je Kilowattstunde beträgt, die Stromkosten gegnwärtig aber durchschnittlich zwischen 30 bis 40 Cent liegen.
Mit anderen Worten: Jede Kilowattstunde, die Sie aus selbst erzeugtem Strom nutzen, spart mehr, als eine Einspeisung in das öffentliche Netz jemals erbringen würde.
Dennoch kann auch die Einspeisevergütung als eine langfristig ausgerichtete Photovoltaik-Förderung betrachtet werden, da ein konstanter Zuschuss auf das eigene Konto mit einfließt. Zumindest gilt das für eine übliche Anlagengröße. Wer mehrere Dächer mit PV-Anlagen bestückt und bereits einen hohen Autarkiegrad hinsichtlich des Stromverbrauchs erreicht, kann natürlich auch viel Strom komplett ins Netz einspeisen – und eine entsprechende hohe Zusatzrendite erzielen. Die aktuellen Vorgaben für die Einspeisevergütung richten sich dabei nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und setzen sich folgendermaßen zusammen.
Die beiden möglichen Einspeisevergütungssätze für selbst produzierten Strom sind (Stand Mai 2026):
- Überschuss-Einspeiser verbrauchen einen Teil des Solarstroms selbst und speisen nur den Überschuss, den sie gerade nicht selbst abnehmen können, ins Netz. Dafür erhalten sie bis zu 7,78 Cent pro kWh bei Anlagen bis zu 10 kWp. Zwischen 10 kWp und 40 kWp Leistungsanteil erhalten Sie 6,73 Cent pro kWh und für Anlagen mit Leistung darüber hinaus gibt es 5,50 Cent.
- Volleinspeiser geben den gesamten Ertrag ihrer Photovoltaikanlage ins Netz ab. Dafür erhalten sie 12,34 Cent pro kWh für Anlagen unter 10 kW und 10,35 Cent pro kWh für die restlichen kWh größerer Anlagen.
Achtung: Entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verringert sich die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen alle sechs Monate jeweils um 1 Prozent gegenüber dem vorherigen Wert. Zudem gelten seit Februar 2025 für neue Anlagen zusätzliche Regeln: Bei negativen Börsenstrompreisen entfällt in diesen Zeiträumen die Vergütung, der Förderzeitraum verlängert sich aber entsprechend. Für neue Anlagen ab 7 Kilowattpeak gelten außerdem neue Anforderungen an Messsystem und Steuerbarkeit.
Weitere Infos zur aktuellen Einspeisevergütung erhalten Sie bei "Mein EigenHeim".
2.Wie kann ich eine Photovoltaik-Anlage finanzieren?
Wer plant eine PV-Anlage zu installieren, sollte sich im Voraus Gedanken zur Finanzierung machen. Denn je nach Größe, Leistung und Standort der Anlage, können die Kosten für eine Anlage stark variieren. Eine Anlage mit rund 10 Kilowatt kostet aktuell häufig etwa 9.200 bis 10.400 Euro. Für einen Batteriespeicher kommen je nach Größe und Technik oft noch 5.000 bis 14.000 Euro hinzu.
Ergänzend zu den Photovoltaik-Förderungen bietet Wüstenrot passende Kredite für den Ausbau von Solarstrom in Ihren eigenen vier Wänden. Mit dem Wohndarlehen Klima profitieren Sie von einem attraktiven Zinsvorteil für klimafreundliche Sanierungsmaßnahmen. So erhalten Sie sowohl für Mini-PV-Anlagen auf dem Balkon als auch für großflächige Module auf dem Dach ein zinsgünstiges Darlehen zu Top-Konditionen.
Vorteile des Wohndarlehen Klima:
- Bis zu 0,21 Prozentpunkte Vorteil
- Passende Lösungen für kleine und große PV-Anlagen
- Mit Förderungen kombinierbar
- Top Beratung durch Wüstenrot-Experten
3. Photovoltaik-Förderung und Rendite: Ab wann macht sich eine Photovoltaikanlage bezahlt?
Generell gilt: Wann sich die Photovoltaikanlage rechnet, hängt von vielen Faktoren ab. Einerseits natürlich vom Preis der Anlage, aber auch vom Standort des Hauses und der Ausrichtung des Daches zur Sonne. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Eigenverbrauch: Wer viel Strom benötigt und vom selbst erzeugten Solarstrom entsprechend viel verbrauchen kann, muss weniger Strom einkaufen. Dann zahlt sich Solarstrom entsprechend aus.
Mit den aktuellen Förderungen machen sich Photovoltaikanlagen noch schneller bezahlt als früher. Die Amortisationszeit – also die Zeit, bis sich die Photovoltaikanlage bezahlt gemacht hat – ist kürzer. Wir zeigen an einem Rechenbeispiel, wie viel Sie beim Kauf sparen.
Ob sich eine Photovoltaikanlage rechnet, hängt 2026 vor allem von vier Punkten ab:
- Anschaffungskosten: Eine Dachanlage mit rund 10 Kilowatt kostet häufig etwa 9.200 bis 10.400 Euro. Ein Speicher kommt oft zusätzlich hinzu.
- Eigenverbrauch: Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto stärker senken Sie Ihre laufenden Stromkosten.
- Strompreis: Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 bisher bei 37,0 Cent je Kilowattstunde.
- Einspeisevergütung: Für neue Anlagen gelten seit dem 1. Februar 2026 niedrigere Vergütungssätze als noch im alten Beispiel.
Eine pauschale Amortisationszeit lässt sich deshalb nicht seriös mit einem einzigen starren Beispiel angeben. Sinnvoller ist eine individuelle Rechnung auf Basis Ihres Stromverbrauchs, Ihrer Dachfläche und der in Ihrer Kommune tatsächlich verfügbaren Förderung.
Sie möchten mehr über das Thema erfahren?
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4. Fazit: Dank der Photovoltaik-Förderung können Sie viel Geld sparen
Dank diverser Solar-Förderungen lohnt sich eine PV-Anlage gegenwärtig für viele Hausbesitzer:
- Photovoltaik-Förderungen gibt es von Ländern, Städten und Kommunen.
- Mit günstigen Krediten wird die Anschaffung einer Anlage zusätzlich gefördert.
- Beim Kauf und bei der Installation einer Photovoltaikanlage gilt in vielen privaten Standardfällen weiterhin der Nullsteuersatz.
- Gewinne aus dem Betrieb sind in vielen Fällen einkommensteuerfrei, wenn die gesetzlichen Leistungsgrenzen eingehalten werden.
- Dank Einspeisevergütung erhalten Sie Geld für jede kWh, die Sie in das Stromnetz geben.
- Photovoltaikanlagen rentieren sich am schnellsten, wenn man möglichst viel vom erzeugten Strom selbst verbrauchen kann.
Wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Kredit für Ihre Modernisierung sind, hilft Ihnen Ihr lokaler Wüstenrot-Berater weiter:
Stand: Mai 2026
Tipp:
Welche Förderungen gibt es aktuell für energetische Sanierungen? Wir verraten es in unserem Ratgeber.
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