Photovoltaikanlage Kosten in 2026
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Anschaffungskosten für eine Solaranlage liegen je nach Größe, Modell und Umfang ungefähr zwischen 6.000 und 26.000 Euro.
- Für die jährliche Instandhaltung des Systems sollten Sie 200 bis 400 Euro einplanen.
- Durch Zuschüsse und weitere Vorteile staatlicher Förderungen reduzieren sich die Kosten für Ihre Anlage.
- Dank Einspeisevergütung und Einsparung der Stromkosten kann sich eine PV-Anlage bereits nach wenigen Jahren rechnen.
Das erfahren Sie in diesem Ratgeber:
Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?
Wie viel kostet ein Stromspeicher?
Beispiel: Wie viel kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
Wie hoch fallen die Betriebskosten für eine PV-Anlage aus?
Ab wann rechnet sich eine Photoviltaikanlage?
Wie kann ich eine Photoviltaikanlage finanzieren?
Welche Förderungen kann ich für PV-Anlagen erhalten?
1. Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?
Die Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage ohne Speicher liegen für ein Einfamilienhaus heute meist im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich. Wie viel Sie konkret zahlen, hängt vor allem von drei Punkten ab: Anlagengröße, Dachaufwand und Komponentenqualität. Der Preis einer Solaranlage beinhaltet üblicherweise sämtliche Materialien sowie die Kosten für Beratung, Planung, Installation und Inbetriebnahme. Wenn Sie einen Stromspeicher einbauen möchten, sollten Sie die entsprechenden Extrakosten in Ihre Finanzierung einplanen.
Je größer die Anlage, desto niedriger fällt meist der Preis pro installiertem Kilowatt aus. Für typische Einfamilienhaus-Anlagen ohne Speicher liegen aktuelle Komplettpreise grob zwischen rund 6.000 Euro für kleine Anlagen und etwa 26.000 Euro für große Dachanlagen.
Wie viel Sie ungefähr für welche Dachfläche zahlen müssen, können Sie der Tabelle entnehmen:
| Fläche | Leistung der Anlage | Kosten pro kWp | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| 23–27 m² | 5 kWp | ca. 1.200–1.400 € | ca. 6.000–7.000 € |
| 47–54 m² | 10 kWp | ca. 1.100–1.500 € | ca. 11.000–15.000 € |
| 70–81 m² | 15 kWp | ca. 1.000–1.400 € | ca. 15.000–21.000 € |
| 82 m² und größer | 20 kWp | ca. 900–1.300 € | ca. 18.000–26.000 € |
Wichtig: In die Preisangaben ist jeweils 0 Prozent Mehrwertsteuer mit einberechnet. Für PV-Anlagen fällt nämlich keine Umsatzsteuer an – Netto- und Brutto-Betrag auf der Rechnung sind daher gleich. Zudem können Sie bei der Installation einer Solaranlage von Förderprogrammen profitieren, welche die Kosten weiter senken.
Beachten Sie zudem, dass die Preise je nach Modul und Anbieter unterschiedlich ausfallen können. Sogenannte Glas-Glas-Module sind beispielsweise robuster und langlebiger als Glas-Folien-Modelle, dafür allerdings auch teurer. Zudem können bei komplexeren Dachformen die Montagekosten steigen, wenn der Arbeitsaufwand entsprechend hoch ausfällt. Informieren Sie sich immer im Voraus, wie viel Eigenheimbesitzer in Ihrer Region durchschnittlich für eine PV-Anlage zahlen.
Wie viel Photovoltaik brauch ich für ein Einfamilienhaus?
Für eine moderne Anlage können Sie heute meist mit rund 5 Quadratmetern Dachfläche je installiertem Kilowattpeak rechnen. Bei einer Anlage mit 10 Kilowattpeak sind damit oft etwa 15 Quadratmeter nötig. Der tatsächliche Bedarf hängt von der Modulleistung, dem Dachzuschnitt und nötigen Abständen ab. Wie viel Photovoltaik Sie für Ihr Haus benötigen, erfahren Sie im
Beitrag von Mein EigenHeim.
2. Wie viel kostet ein Stromspeicher?
Der Preist für einen Stormspeicher variiert je nach Speicherkapazität und Batterientyp. Inklusive Installation liegen viele Heimspeicher aktuell ungefähr bei 400 bis 800 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Für ein typisches Einfamilienhaus ergeben sich daraus oft Gesamtkosten im mittleren vierstelligen bis unteren fünfstelligen Bereich.
Die ideale Größe für einen Stromspeicher hängt maßgeblich von der Anlageleistung Ihres PV-Moduls sowie Ihres durchschnittlichen Jahresverbrauchs ab. Als praxistauglicher Richtwert gilt: etwa eine Kilowattstunde Speicherkapazität pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch. Bei kleinen Photovoltaikanlagen sollte die Speicherkapazität außerdem nicht deutlich über der installierten Anlagenleistung liegen. So vermeiden Sie unnötige Mehrkosten und eine ungünstige Auslastung des Speichers.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Ein Stromspeicher ist durchaus sinnvoll, da Sie Solarstrom zwar tagsüber produzieren, allerdings der Stromverbrauch in der Nacht meist höher ausfällt. Ohne Speicher können Sie den überschüssigen Strom nicht aufbewahren und müssen diesen direkt ins Netz einspeisen. Heißt, scheint einmal nicht die Sonne, steht auch keine Solarenergie zur Verfügung. Mit Zwischenspeicherung im Stromspeicher können Sie jederzeit auf den selbst erzeugten Strom zugreifen. Wann sich ein Speicher für eine Solaranlage eignet, erfahren Sie im
Beitrag von Mein EigenHeim.
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3. Beispiel: Wie viel kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, verdeutlicht ein Beispiel:
Angenommen, Sie möchten sich eine Photovoltaikanlage für Ihr Dach mit einer Fläche von 50 m² anschaffen. In Fall 1 entscheiden Sie sich für eine Anlage ohne Stromspeicher, im zweiten Fall für den zusätzlichen Einbau eines Speichers. Bei einer 10 kWp PV-Anlage und einem Jahresstromverbrauch von 6.000 kWh, entscheiden Sie sich für einen Stromspeicher mit 10 kWh Speicherkapazität.
Die Kosten setzen sich dann folgendermaßen zusammen:
| Kostenpunkte | PV-Anlage ohne Speicher | PV-Anlage mit Speicher |
|---|---|---|
| PV-Module | 6.138 € | 6.138 € |
| Wechselrichter | 650 € | 650 € |
| Kabel und Zubehör | 2.448 € | 2.448 € |
| Montage | 3.249 € | 3.249 € |
| Installation und Inbetriebnahme | 3.410 € | 3.410 € |
| Stromspeicher | - | 4.750 € |
| Installation Stromspeicher | - | 2.000 € |
| Gesamtkosten | 15.895 € | 22.645 € |
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4. Wie hoch fallen die Betriebskosten für eine PV-Anlage aus?
Im Vergleich zu den ursprünglichen Erwerbskosten, fallen die jährlichen Betriebskosten für eine Photovoltaikanlage vergleichsweise gering aus. Im Durchschnitt können Sie mit 200 bis 400 Euro Kosten pro Jahr rechnen. Folgende Kostenpunkte fließen mit ein:
- Wartungskosten - Jede Solaranlage sollte in regelmäßigen Abständen gewartet werden – mindestens einmal alle vier Jahre. Dadurch vermeiden Sie einen möglichen Ertragsverlust und können Schäden an der Anlage frühzeitig vorbeugen. Je nach Anlagengröße und Intervall belaufen sich die Kosten dabei auf 50 bis 300 Euro pro Jahr.
- Versicherung - Mit einer PV-Versicherung schützen Sie sich gegen Umweltschäden, Diebstahl, Kabelschäden durch Tierbisse und Brandschäden. Spezielle PV-Versicherungen erhalten Sie für gut 100 Euro jährlich. Sollten Sie bereits eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben, ist es oft möglich, die Solaranlage zu einem günstigen Tarif mitzuversichern.
- Reinigung - Photovoltaik-Module sehen sich im Laufe der Zeit Wind und Wetter ausgesetzt. Dabei kann es zur Verschmutzung und damit zur Senkung des Solarertrages kommen. Hausbesitzer können diese Reinigung selbst durchführen oder aus Sicherheitsgründen Fachpersonal beauftragen. Zwischen 1 und 3 Euro pro gereinigtem Quadratmeter der Anlage fallen dabei an. Sprich: Für eine Anlage auf 50 m² sind das zwischen 50 und 150 Euro.
- Stromzählergebühren - Wer einen Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz einspeist, erhält dafür vom Staat eine Einspeisevergütung. Zur Messung des abgegebenen Stroms braucht man einen sogenannten Zweirichtungszähler. Für private PV-Anlagen können Sie einen solchen Stromzähler für gut 20 Euro im Jahr vom Netzbetreiber mieten. Bei einem Jahresstromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden oder bei Photovoltaikanlagen mit mehr als 7 Kilowatt installierter Leistung werden intelligente Messsysteme relevant. Diese können bis zu 120 Euro jährlich kosten.
- Reparaturkosten - Eine Photovoltaikanlage besitzt zwar eine Lebenszeit von mehreren Jahrzehnten, dennoch können über die Jahre Schäden an den Modulen oder im Systeme entstehen. Dabei können Reparaturkosten sehr individuell ausfallen. Generell empfiehlt es sich, pro Jahr mindestens 50 Euro als Rücklage für zukünftige Reparaturen beiseitezulegen.
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5. Ab wann rechnet sich eine Photoviltaikanlage?
Eine Photovoltaikanlage bringt zwei große finanzielle Vorteile mit sich: Dank selbst erzeugten Solarstrom können Sie einen großen Teil des jährlichen Strombedarfs eigenständig abdecken. Gleichzeitig können Sie von der Einspeisevergütung profitieren, indem sie überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz fließen lassen. Über die Jahre summieren sich diese Werte und die Photovoltaikanlage bezahlt sich praktisch selbst – trotz laufenden Betriebskosten.
Wie lange die Amortisationszeit betragen kann, verdeutlich ein Beispiel
Angeknüpft an das vorherige Beispiel, haben Sie eine 10 kWp PV-Anlage auf einer Dachfläche von 50 m² installiert und zusätzlich einen Stromspeicher eingebaut. Insgesamt haben Sie dafür 22.645 Euro ausgegeben. Für die laufenden Kosten geben Sie pro Jahr durchschnittlich 300 Euro aus.
Die Anlage selbst produziert 10.000 kWh Strom jährlich. Sie nutzen 60 Prozent des produzierten Stroms selbst und speisen die restlichen 40 Prozent als Überschuss ins Netz ein. Für die Einspeisung erhalten Sie 7,78 Cent pro kWh – also 311,20 Euro pro Jahr. Dank Eigennutzung sparen Sie zusätzlich 40 Cent pro kWh Strom, was einem durchschnittlichen Strompreis entspricht. Das ergibt Ersparnissen von 2.400 Euro pro Jahr.
So viel Geld sparen Sie in einem Jahr:
| Einspeisevergütung | 311,20 € |
|---|---|
| Gesparte Stromkosten | + 2.400 € |
| Instandhaltungskosten | - 300 € |
| Ersparnisse pro Jahr | = 2411,20 € |
Setzen Sie die Kosteneinsparung den ursprünglichen Anschaffungskosten gegenüber, können Sie die Amortisationszeit berechnen:
22.645 Euro / 2411,20 Euro ≈ 9
Nach gut 9 Jahren hat sich die Photovoltaikanlage amortisiert. Wenn Sie zusätzlich von Förderprogrammen Gebrauch machen, kann es noch schneller gehen. Nicht selten erhalten Sie nämlich mehrere Tausend Euro Zuschuss. Eine Anlage macht sich dann recht zügig bezahlt, wenn betrachtet wird, dass Solarmodule eine Lebenszeit von über 30 Jahren haben können.
6. Wie kann ich eine Photoviltaikanlage finanzieren?
Beim Kauf einer Photovoltaikanlage entstehen entsprechend hohe Kosten. Wie die Rechnungen zeigen, sollten sie mit mindestens 10.000 Euro Ausgaben rechnen. Dabei stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen, wie Sie eine Anlage finanzieren:
- Passende Kredite - Mit geeigneten Krediten finanzieren Sie Photovoltaik für Zuhause teilweise vollständig. Zum Beispiel mit dem Wüstenrot Wohndarlehen Klima mit zusätzlichem Zinsvorteil für Ihre Solaranlage.
- Eigenkapital - Wer ausreichend finanzielle Mittel besitzt, kann Photovoltaik auch eigenständig bezahlen. Wichtig dabei: Stellen Sie eine Rechnung auf und planen Sie mit möglichen Zusatzkosten. Selbst wenn Sie die Gesamtkosten nicht aus eigener Tasche zahlen können, erhalten Sie mit höherem Eigenkapitalanteil meist bessere Konditionen für Modernisierungskredite.
- Anlage leasen - Anstelle direkt eine Solaranlage zu kaufen, können Sie viele PV-Module für festgelegte Zeiträume leasen oder mieten. Mietpreise beginnen im Durchschnitt bei 1.200 Euro pro Jahr. Bei manchen Anbietern besteht zudem die Möglichkeit, die Anlage nach Ende des Leasing-Verhältnisses zu einem günstigeren Preis abzukaufen.
- Staatliche Förderungen - Förderprogramme für Solarstrom sind vielfältig. Diese reichen von Zuschüssen über günstige Kredite bis hin zu Steuervorteilen. Wer Förderungen nutzt, finanziert die Anlage teils deutlich günstiger.
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7. Welche Förderungen kann ich für PV-Anlagen erhalten?
Die Förderlandschaft für Photovoltaik fällt aktuelle besonders vielfältig aus. Förderungen für neue Anlagen gibt es vor allem von vielen Kommunen. Gefördert werden dabei nicht nur die Paneele auf dem Dach: Auch Mini-PV-Anlagen für den Balkon oder die Terrasse erhalten Zuschüsse.
Ergänzt werden die Förderprogramme durch Förderkredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (auch KfW-Bank). Am meisten profitieren Sie von den Förderkrediten, wenn Sie Ihr Zuhause zum Energieeffizienzhaus machen. Zusätzlich profitieren Eigenheimbesitzer von verschiedenen Steuervorteilen. So sind Photovoltaikanlagen gegenwärtig sowohl von der Umsatz- als auch Einkommenssteuer befreit. Außerdem: Die Einspeisevergütung zählt auch als Förderung, von welcher besonders Volleinspeiser stark profitieren.
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7. Fazit: Eine PV-Anlage rechnet sich
Für eine PV-Anlage können die initialen Kosten sehr unterschiedlich ausfallen. Der Gesamtpreis hängt von der Anlagengröße, deren Leistung und dem Modultyp ab. Hinzu kommen die optionalen Kosten bei zusätzlichem Kauf eines Stromspeichers.
Auf lange Sicht betrachtet besitzen PV-Anlagen allerdings zahlreiche finanzielle Vorteile: Eingesparte Stromkosten und Einspeisevergütung decken nicht nur laufende Instandhaltungskosten, sondern bringen Ihnen nach einer Weile sogar Gewinne ein. Abhängig von der Anlage hat sich die Photovoltaik bereits nach einigen Jahren ausgezahlt. Wer aktuell auf Solarstrom setzt, schont langfristig den eigenen Geldbeutel und das Klima zugleich.
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Stand: Mai 2026
Tipp:
Welche Förderungen gibt es aktuell für energetische Sanierungen? Wir verraten es in unserem Ratgeber.
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