BAFA-Förderung für Ihre Finanzierung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Eigenheimbesitzern Förderungen für alle Maßnahmen, die die Energieeffizienz der Immobilie verbessern − etwa für eine energieeffizientere Heizung, neue Fenster oder eine bessere Wärmedämmung. Dabei sind bis zu 40 Prozent Ersparnis möglich.

Hier finden Sie die Zuschüsse im Überblick:

Förderung für Heizungen
Förderung für Dämmungen
Förderung für Lüftungen
Förderung für Energieberatungen

BAFA-Förderung

BAFA beim BEG eingegliedert

Die Förderstrukturen wurden im Jahr 2021 vereinfacht: Die Einzelprogramme von BAFA und KfW finden sich seither unter dem gemeinsamen Dach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Auf der Website der BEG finden Sie eine Übersicht über alle aktuellen BAFA-Förderprogramme.

BAFA-Förderung für Heizungen

Die Heizungsförderung wird nahezu komplett vom BAFA übernommen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie Ihre bestehende Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien ergänzen oder sogar komplett umstellen. Die Förderhöhe ist dabei gestaffelt − je nachdem, auf welches neue Heizsystem Sie setzen.

Achtung: Seit dem 15. August 2022 werden Gasheizungen nicht mehr gefördert!

Heizsystem Höhe der Förderung
Biomasseheizungen (Pelletheizungen) 10−20 % der förderfähigen Kosten
Wärmepumpen 25−40 % der förderfähigen Kosten
EE-Hybridheizungen (Hybridheizungen, die mit erneuerbaren Energien heizen) 20−40 % der förderfähigen Kosten
Solarthermieanlagen 25−35 % der förderfähigen Kosten
Optimierung der bestehenden Heizung 15−20 % der förderfähigen Kosten

Die förderfähigen Kosten liegen pro Haus bzw. Wohnung bei maximal 60.000 Euro.

Mit einer Wärmepumpe nutzen Sie die Wärme aus Wasser, Luft und Erde. Wärmepumpen werden vom BAFA mit einem Zuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten gefördert. Einen Bonus von 5 % gibt es obendrauf, wenn für die Wärmepumpe als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschlossen wird. Einen weiteren Bonus von 10 % gibt es, falls eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung oder eine Ölheizung beliebigen Alters ersetzt wird.

Für Wärmepumpen, die im Neubau eingebaut werden, gelten dabei strengere Kriterien als in Bestandsgebäude. So ist es im Neubau ein Muss, dass die Wärmepumpe mit einer Flächenheizung (also einer Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) kombiniert wird. Diese Kombination ist auch wirtschaftlich sinnvoll, weil Wärmepumpen mit Flächenheizungen am effizientesten arbeiten können.

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Solarthermieanlagen werden vom BAFA mit einem Zuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten gefördert. Das gilt sowohl, wenn Sie eine ganz neue Solarthermieanlagen errichten oder die bestehende Anlage um weitere Module erweitern wollen. Auch hier gibt es einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 10% beim gleichzeitigen Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder Kälteerzeugung nutzen möchten. Aber: Nicht jede Solarthermieanlage erfüllt automatisch die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien. So ist beispielsweise nur eine Anlage förderfähig, die explizit beim BAFA als förderfähig gelistet ist.

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Mit einer Pelletheizung können Sie die erneuerbare Wärme des nachwachsenden Rohstoffs Holz nutzen. Beim BAFA firmieren Pelletheizungen unter dem Oberbegriff "Biomasseanlagen".

Pelletheizungen werden vom BAFA mit einem Zuschuss von 10 % gefördert. Voraussetzung: Die Biomasseanlage erfüllt die Anforderungen der Förderrichtlinien, so wie sie beim BAFA ausgeschrieben sind. Wer eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung oder eine Ölheizung austauscht, erhält einen Heizungstausch-Bonus von 10 % obendrauf, sodass in diesem Fall eine Förderung von 20 % möglich ist.

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Das BAFA fördert auch Hybridheizungen, also Kombinationen verschiedener Heizungssysteme. Wichtig ist, dass mindestens eines des Heizsysteme mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Achtung: Die frühere Förderung von Gas-Hybridheizungen wurde ersatzlos gestrichen!

Gefördert werden jetzt nur noch EE-Hybridheizungen, die verschiedene erneuerbare Energien miteinander kombinieren, also beispielsweise eine Pelletheizung oder Wärmepumpe mit einer Solaranlage. Für solche Heizsysteme liegt der Fördersatz bei 20 %, wenn die Hybridheizung mit einer Biomasseanlage kombiniert wird. Kommen andere Kombinationen, etwa eine Solarthermieanlage mit einer Wärmepumpe, zum Einsatz, steigt die Förderquote auf 25 %.

Weitere Förderprozentpunkte lassen sich mittels des Heizungstausch-Bonus (+10 %) erringen und wenn eine Wärmepumpe mit den Wärmequellen Wasser, Erdreich oder Abwasser genutzt wird (+ 5 %). Im besten Fall ist also eine Förderquote von 40 % möglich.

Die Förderung gilt dabei für die gesamte förderfähige Anlage, nicht nur für die erneuerbare Komponente.

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Öl- und ältere Gasheizungen werden seit 2020 bzw. 2022 vom BAFA nicht mehr gefördert. Aber: Wer eine Öl- oder Gasheizung besitzt und auf ein klimafreundlicheres Heizsystem wechseln möchte, wird mit einer zusätzlichen Austauschprämie von 10 % belohnt.

Im günstigsten Fall übernimmt der Staat bis zu 40 Prozent der Kosten, wenn Sie Ihre alte Öl- oder mindestens 20 Jahre alte Gasheizung durch ein klimafreundlicheres Heizsystem ersetzen.

Hier erfahren Sie mehr zur Austauschprämie für Ölheizungen

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Das BAFA vergibt auch Fördergelder für Maßnahmen, mit denen die Effizienz der Heizungsanlage verbessert wird, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe.

Die förderfähigen Mindestkosten liegt bei 300 Euro brutto. Der Fördersatz beträgt 15 % der Kosten.

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BAFA-Förderung für Dämmmaßnahmen

Besonders im Altbau kann es sinnvoller sein, zunächst Dämmmaßnahmen durchzuführen und erst danach eine neue Heizungsanlage anzuschaffen. Die Heizungsanlage kann dann kleiner dimensioniert werden − angepasst an den neuen Heizwärmebedarf des Hauses.

Vom BAFA werden alle Maßnahmen zur Gebäudedämmung gefördert, konkret:

  • Dämmung der Fassade, von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern, Außentüren und -toren
  • Sommerlicher Wärmeschutz durch außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2.000 Euro brutto. Der Fördersatz liegt bei 15 % der förderfähigen Ausgaben.

BAFA-Förderung für Lüftungsanlagen

Durch eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist es möglich, die Heizkosten um 30 bis 50 Prozent zu senken. Deshalb winken auch beim Einbau einer Lüftungsanlage besonders großzügige Fördergelder für diese energetische Sanierungsmaßnahme.

Die förderfähigen Mindestkosten liegen bei 2.000 Euro brutto. Der Fördersatz liegt bei 15 %.

In unserem Artikel erfahren Sie mehr zu Förderung von Lüftungsanlagen

BAFA-Förderung für Energieberatungen

Wenn Sie eine energetische Sanierung Ihres Eigenheims planen, ist die Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten, auch Energieberater genannt, empfehlenswert.

Deshalb fördert das BAFA die Vor-Ort-Beratung inklusive Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieberater. Für eine Energieberatung wird eine staatliche Förderung von bis zu 80 Prozent gezahlt.

Hier finden Sie Zuschüsse für Energieberatungen im Überblick

Weitere Fördermöglichkeiten

Neben den BAFA-Förderprogrammen gibt es weitere Fördergelder, mit denen Ihnen der Staat beim Hausbau, Immobilienkauf oder bei Sanierungen unter die Arme greift. In unseren Ratgebern finden Sie mehr Informationen zu den Fördergeldern im Überblick.

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