Münzstapel mit Keimlingen

Energieeffizient bauen, nachhaltig sparen. Förderung für ein Energiesparhaus beantragen.

Immer mehr Bauherren legen Wert auf Nachhaltigkeit beim Hausbau. Daher bieten Baufirmen zunehmend Häuser mit verschiedensten Energiestandards an. So können Sie selbst entscheiden, wie energieeffizient Ihr Haus sein soll. Vielen mangelt es jedoch an den finanziellen Mitteln, um das Haus mit einem hohen Energiestandard zu bauen. Damit Sie sich mehr Energieeffizienz im Eigenheim leisten können, stellen wir Ihnen verschiedene Fördermöglichkeiten vor.

Förderung verschiedener Energiestandards durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) ist eine der bekanntesten Institutionen, wenn es um die Förderung von Energiesparmaßnahmen am und im Haus geht. Mit ihren Programmen fördert sie den Kauf oder Neubau von energieeffizienten Häusern, indem sie Kredite mit besonders günstigem Zinssatz vergibt. Bei den gebotenen Darlehen, die über 100.000 Euro je Wohneinheit betragen, sind in den ersten Jahren nur Zinszahlungen zu entrichten und noch keine Tilgung. Somit werden Sie finanziell erheblich entlastet.

Darüber hinaus bietet die KfW Tilgungszuschüsse, wodurch Ihnen ein Teil des Darlehens abgenommen wird. Wie hoch der Zuschuss ist, richtet sich nach dem Energiestandard Ihres Hauses. Es wird in folgende Effizienzklassen unterteilt: KfW 55, KfW 40 und KfW 40 Plus. Letzterer ist der Höchststandard und wird mit 15 Prozent (bis zu 15.000 Euro je Wohneinheit) bezuschusst. Heutzutage ist vorgeschrieben, dass jeder Neubau den KfW 70 Standard erfüllen muss.

Das KfW-Förderprogramm “Erneuerbare Energien” ist primär an den Gewerbesektor gerichtet, kann jedoch auch von privaten Eigenheimbesitzern in Anspruch genommen werden, sofern eine Einspeisung der am Haus selbst erzeugten Energie in das öffentliche Netz erfolgt.

Zuschüsse zur Optimierung der Energieeffizienz im Haus durch die BafA

Während die KfW bereits bei der Finanzierung eines Neubaus den Fokus auf Energieeffizienz unterstützt, richten sich die Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BafA) primär auf bestehende Gebäude. Für Bauherren bedeutet dies, dass die meisten Zuschüsse erst nach gewisser Zeit in Anspruch genommen werden können.

Im Fokus der BafA-Förderung steht nachhaltiges Heizen und Wärmegewinnung. Zu den prominentesten Zuschüssen gehören dabei:

  • Heizen mit erneuerbaren Energien - Zuschuss bis 80.000 Euro
  • Heizungsoptimierung - Zuschuss bis max. 25.00 Euro
  • Installation einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage - Zuschuss bis 3.500 Euro
  • Energieberatung für Eigenheimbesitzer - Zuschuss bis max. 800 Euro

Bei Neubauten gibt es Zuschüsse für:

  • den Einbau einer innovativen Wärmepumpe - Zuschuss bis 15.000 Euro
  • die Installation einer Solarthermie-Anlage - Zuschuss bis 20.000 Euro
  • die Nutzung einer innovativen Holzheizung - Zuschuss bis 3.500 Euro

Da es sich bei der BafA-Förderung um Zuschüsse handelt, müssen Sie dieses Geld nicht zurückzahlen.

Förderung durch Bundesländer und Kommunen

Bei der KfW und BafA handelt es sich um Institutionen auf Bundesebene. Daher können die Förderprogramme von jedem Bürger der Bundesrepublik beantragt werden, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt werden. Doch auch die einzelnen Bundesländer und sogar einige Kommunen verfügen über Fördermittel, um Energieeffizienz voranzutreiben. Oft handelt es sich dabei um Darlehen, aber auch Zuschüsse sind möglich. Ein Beispiel ist das Programm “Wohnen mit Zukunft”, bei dem die baden-württembergische L-Bank den Einbau einer energieeffizienten Heizungsanlage mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt.

In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, können Sie nach passenden Programmen recherchieren.

Bei Energieversorgern nachhaken

Denken Sie noch kleiner - denn eine weitere Möglichkeit, um Geld beim Bau Ihres Energieeffizienzhauses zu sparen, ist der Weg zum Energieversorger und zum Stadtwerk. Mitunter unterstützen diese ebenfalls Maßnahmen von Hauseigentümern zu mehr Energieeffizienz. Informieren Sie sich daher bei der jeweiligen Einrichtung, um von zusätzlichen Förderungen und Zuschüssen zu profitieren.

Die richtige Förderung für Ihr Haus finden

Die Förderlandschaft für Energieeffizienz im und am Eigenheim ist vielfältig und etwas unübersichtlich. Wir raten Ihnen deshalb sich nicht nur mit einem Förderprogramm zufrieden zu geben. Die meisten Programme können nämlich miteinander kombiniert werden. Um genaue Details und Voraussetzungen der einzelnen Förderungen und Zuschüsse zu erhalten, besuchen Sie die Websites der jeweiligen Anbieter.

Wie Sie die einzelnen Unterstützungen effektiv in Ihre Finanzierung einbinden, besprechen Sie am besten mit Ihrer betreuenden Bank.

Fazit

Die Investition in ein energieeffizientes Haus lohnt sich gleich doppelt. Sie erhalten nicht nur wertvolle Förderungen und Zuschüsse für den Bau, sondern profitieren langfristig von der nachhaltigen Energie- und Wärmegewinnung. Schrecken Sie also nicht vor den initialen Mehrkosten für ein Energiesparhaus zurück, sondern informieren Sie sich zu möglichen Förderprogrammen für Ihr Eigenheim und ermitteln Sie, ab wann sich die Investition der Energieeffizienzmaßnahmen rechnen würde.

Noch mehr Informationen zu Energiestandards und Energiesparhäusern erhalten Sie auf der Seite unseres Partners fertighaus.de.

Autor: Fertighaus.de

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