Münzstapel mit Keimlingen

Energieeffizient bauen, nachhaltig sparen. Förderung für ein Energiesparhaus beantragen.

Immer mehr Bauherren legen Wert auf Nachhaltigkeit beim Hausbau. Daher bieten Baufirmen zunehmend Häuser mit verschiedensten Energiestandards an. So können Sie selbst entscheiden, wie energieeffizient Ihr Haus sein soll. Vielen mangelt es jedoch an den finanziellen Mitteln, um das Haus mit einem hohen Energiestandard zu bauen. Damit Sie sich mehr Energieeffizienz im Eigenheim leisten können, stellen wir Ihnen verschiedene Fördermöglichkeiten vor.

Förderung verschiedener Energiestandards durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) ist eine der bekanntesten Institutionen, wenn es um die Förderung von Energiesparmaßnahmen am und im Haus geht. Mit ihren Programmen fördert sie den Kauf oder Neubau von energieeffizienten Häusern, indem sie Kredite mit besonders günstigem Zinssatz vergibt.

Seit dem 01.07.2021 kann die „Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG) bei der KfW beantragt werden. Die neue Förderung ist eine Konsequenz aus den von der Bundesregierung verabschiedeten Klimazielen und soll dazu beitragen, den Primärenergiebedarf von Gebäuden bis 2050 um rund 80 % gegenüber 2008 zu senken.

Im Gegensatz zum bisherigen KfW-Förderprogramm können Bauherren nun auch reine Zuschüsse beantragen. Bauherren haben somit die Wahl, die Zuschüsse über einen Kredit zu beantragen oder sich diese direkt auszahlen zu lassen.

Zuschussförderung im Überblick:

  • Effizienzhaus 40 Plus - 25 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / geförderte Kosten: maximal 37.500 Euro je Wohneinheit (Tilgungs-)Zuschuss
  • Effizienzhaus 40 - 20 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kosten: maximal 24.000 Euro je Wohneinheit (Tilgungs-)Zuschuss
  • Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse - 22,5 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kosten: maximal 33.750 Euro je Wohneinheit (Tilgungs-)Zuschuss
  • Effizienzhaus 55 - 15 % von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kosten: maximal 18.000 Euro je Wohneinheit (Tilgungs-)Zuschuss
  • Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse - 17,5 % von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag / förderfähigen Kosten: maximal 26.250 Euro je Wohneinheit (Tilgungs-)Zuschuss

Die Höhe der Tilgungszuschüsse richtet sich nach dem Energiestandard Ihres Hauses. Es wird in folgende Effizienzklassen unterteilt: KfW 55, KfW 40 und KfW 40 Plus. Letztere ist der Höchststandard und wird mit 25 % (bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit) bezuschusst. Heutzutage ist vorgeschrieben, dass jeder Neubau den KfW 70 Standard erfüllen muss.

Neue Erneuerbare-Energien-Klasse und Nachhaltigkeitsklasse

Neben den bereits etablierten KfW Effizienzklassen kommen seit dem 01.07.2021 auch die Erneuerbare-Energien-Klasse und die Nachhaltigkeitsklasse zum Einsatz. Beide Förderklassen ermöglichen eine höhere Fördersumme. Um die Nachhaltigkeitsklasse zu erhalten, muss für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt werden.

Bei der Erneuerbare-Energien-Klasse muss mindestens 55 % des Energiebedarfs des Gebäudes durch erneuerbare Energiequellen abgedeckt werden.

Zuschüsse zur Optimierung der Energieeffizienz im Haus durch die BAFA

Während die KfW bereits bei der Finanzierung eines Neubaus den Fokus auf Energieeffizienz unterstützt, richten sich die Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) primär auf bestehende Gebäude und können seit dem 01.07.2021 über das BEG EM ( Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen) beantragt werden. Für Bauherren bedeutet dies, dass die meisten Zuschüsse erst nach gewisser Zeit in Anspruch genommen werden können.

Für diese Maßnahmen werden von der BAFA-Zuschüsse erteilt:

  • Maßnahmen an der Gebäudehülle: 20 % Zuschuss
  • Sommerlicher Wärmeschutz (beispielsweise Rollläden): 20% Zuschuss
  • Anlagentechnik (z. B. Einbau und Austausch raumlufttechnischer Anlagen): 20 % Zuschuss
  • Klimafreundliche Heizung mit Nutzung erneuerbarer Energien (beispielsweise Solarthermie): 20 % - 45 % Zuschuss
  • Anschluss an ein erneuerbares Gebäude- oder Wärmenetz: 30 % - 34 % Zuschuss
  • Maßnahmen zur Heizungsoptimierung: 20 % Zuschuss
  • Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (Smart Home zur Effizienzsteigerung): 20 % Zuschuss

Um den Zuschuss zu erhalten, müssen mindestens 2.000 Euro investiert werden. Da es sich bei der BAFA-Förderung um Zuschüsse handelt, müssen Sie dieses Geld nicht zurückzahlen.

Förderung durch Bundesländer und Kommunen

Bei der KfW handelt es sich um eine Institution auf Bundesebene. Daher können die Förderprogramme von jedem Bürger der Bundesrepublik Deutschland beantragt werden, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Doch auch die einzelnen Bundesländer und sogar einige Kommunen verfügen über Fördermittel, um Energieeffizienz voranzutreiben. Oft handelt es sich dabei um Darlehen, aber auch Zuschüsse sind möglich. Ein Beispiel ist das Programm “Wohnen mit Zukunft”, bei dem die baden-württembergische L-Bank den Einbau einer energieeffizienten Heizungsanlage mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt.

In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie können Sie nach passenden Programmen recherchieren.

Bei Energieversorgern nachhaken

Denken Sie noch kleiner - denn eine weitere Möglichkeit, um Geld beim Bau Ihres Energieeffizienzhauses zu sparen, ist der Weg zum Energieversorger und zum Stadtwerk. Mitunter unterstützen diese ebenfalls Maßnahmen von Hauseigentümern zu mehr Energieeffizienz. Informieren Sie sich daher bei der jeweiligen Einrichtung, um von zusätzlichen Förderungen und Zuschüssen zu profitieren.

Die richtige Förderung für Ihr Haus finden

Die Förderlandschaft für Energieeffizienz im und am Eigenheim ist vielfältig und etwas unübersichtlich. Wir raten Ihnen deshalb sich nicht nur mit einem Förderprogramm zufrieden zu geben. Die meisten Programme können nämlich miteinander kombiniert werden. Um genaue Details und Voraussetzungen der einzelnen Förderungen und Zuschüsse zu erhalten, besuchen Sie die Websites der jeweiligen Anbieter.

Wie Sie die einzelnen Unterstützungen effektiv in Ihre Finanzierung einbinden, besprechen Sie am besten mit Ihrer betreuenden Bank.

Fazit

Die Investition in ein energieeffizientes Haus lohnt sich gleich doppelt. Sie erhalten nicht nur wertvolle Förderungen und Zuschüsse für den Bau, sondern profitieren langfristig von der nachhaltigen Energie- und Wärmegewinnung. Schrecken Sie also nicht vor den initialen Mehrkosten für ein Energiesparhaus zurück, sondern informieren Sie sich zu möglichen Förderprogrammen für Ihr Eigenheim und ermitteln Sie, ab wann sich die Investition der Energieeffizienzmaßnahmen rechnen würde.

Noch mehr Informationen zu Energiestandards und Energiesparhäusern erhalten Sie auf der Seite unseres Partners fertighaus.de.

Autor: Fertighaus.de

Stand: Juli 2021

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