Flachdach richtig dämmen.

Kaltdach, Warmdach und Umkehrdach.

Ein gut isoliertes Dach ist wichtig. So machen Sie ein Haus nachhaltig energieeffizient und die Erhaltungskosten sind bezahlbar. Auch die Wohnatmosphäre wird wesentlich durch die Qualität der Dachdämmung beeinflusst. Doch die Wahl und das Verlegen des Dämmmaterials auf einem Flachdach sind technisch anspruchsvoll. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die Anforderungen und die technischen Optionen bei der Flachdachdämmung.

Das Flachdach benötigt hochwertige Dämmstoffe

Bei der Wahl eines geeigneten Dämmstoffs für Ihr Flachdach spielt nicht nur die Wärmedämmung eine Rolle. Denken Sie auch an folgende Aspekte: Dachterrasse, Begrünung oder Solaranlagen: Wenn Sie die Dachfläche nutzen möchten, müssen Sie das zusätzliche Gewicht bei der Wahl des Dämmstoffs einplanen.

Die Art der Dämmung beeinflusst die Qualität des Schallschutzes durch das Dach. Hinzu kommt die Widerstandsfähigkeit gegen unterschiedliche Witterungseinflüsse, insbesondere Feuchtigkeit. Berücksichtigen Sie also auch den Standort Ihres Hauses. Damit das Regenwasser in die Abflüsse fließen kann, muss ein Flachdach minimale Gefälle haben. Eine Gefälledämmung kann nachträglich ein Gefälle erzeugen, wenn dies bisher nicht vorhanden war.

Aufbau der Flachdachdämmung

Bei der Flachdachsanierung und beim Neubau eines Flachdaches haben wir es heute mit drei Konstruktionstypen zu tun: Dem Kaltdach, dem Warmdach und dem Umkehrdach. Das Kaltdach gilt nicht mehr als neuester Stand der Technik, da das oberste Geschoss in der Regel als Wohnraum genutzt wird. In Bestandsimmobilien ist es aber noch häufig anzutreffen.

Kaltdachdämmung

Die Kaltdachdämmung ist eine zweischalige Konstruktion: Zwischen Dämmung und Abdichtung liegt eine Luftschicht, über die die Feuchtigkeit abtransportiert wird. Der Aufbau einer Kaltdachdämmung von innen nach außen:

Zunächst kommt der Unterbau, darüber befindet sich die Dampfbremse. Oberhalb der Dampfbremse wird die Wärmedämmung aufgelegt. Danach kommt die Luftschicht und schließlich die Dachabdichtung. Das Kaltdach gilt als anfällig für Schäden.

Warmdachdämmung

Im Gegensatz zur Kaltdachdämmung kommt die Warmdachdämmung ohne Luftschicht aus. Das Dämmmaterial wird bei dieser Methode zwischen Raumdecke und Dachabdichtung eingeschlossen. Eine Dampfbremse muss zwischen Dämmung und Unterbau liegen, damit Wasserdampf kontrolliert entweichen kann.

Das Umkehrdach – eine spezielle Form der Warmdachdämmung

Hierbei liegt die Dämmung auf der Dachabdichtung. Entweder wird das Dach im Vorfeld bei einem Neubau so konzipiert oder es wird nachträglich eine Schicht auf die bestehende Eindeckung gelegt. Diese zusätzliche Dämmung einer Bestandsimmobilie wird Plusdach genannt.

Lassen Sie sich von einem Dachdecker beraten, um die passende Dämmung für Ihr Flachdach zu finden.

Welches Material wird für die Dämmung eines Flachdaches verwendet?

Die spätere Nutzung des Dachbodens und die Dämmmethode entscheiden darüber, welches Material bei der Dämmung verwendet werden muss. Normalerweise kommen Mineralwolle, organische Stoffe oder Kunststoffe zum Einsatz.

Zellulose wird häufig zur Dämmung eines Kaltdaches verwendet. Die Zellulose kann von außen oder innen in die Zwischenräume geblasen werden. Der Vorgang ist wenig arbeitsintensiv und kostengünstig. Die Alternative sind Matten aus Mineralwolle, die in die Zwischenräume gelegt werden.

Aufwendiger zu dämmen ist das Warmdach. Hierbei kommen Dämmplatten aus Kunststoff, beispielsweise Polystyrol, XPS, Polystyrol PS oder Schaumglas zum Einsatz.

Das Umkehrdach benötigt Dämmmaterial, welches wasserabweisend wirkt, da die Dämmschicht in einem Bereich liegt, der der Witterung ausgesetzt ist.

Um die Dichtigkeit zu gewährleisten, werden besonders druckfeste Dämmplatten aus XPS oder PUR verwendet.


Autor: MeinDach

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