Mann liegt entspannt unter Dachfenster

Ihr Haus heizt sich im Sommer auf? Die besten Maßnahmen zum Wärmeschutz.

Während die kräftige Sommersonne draußen für angenehme Temperaturen sorgt, kann sie das eigene Haus unangenehm aufheizen. Mit dem richtigen Wärmeschutz durch Dämmung, Verschattung und Technik bleiben schlaflose Nächte jedoch aus.

Möglichkeiten zum Wärmeschutz im Überblick

An einem Tag sendet die Sonne mehr Energie zur Erde, als die Menschheit in einem Jahr verbrauchen könnte. Während sie dabei im Sommer für angenehme Außentemperaturen sorgt, wird es im Haus schnell ungemütlich. Zumindest dann, wenn dieses die energiereiche Strahlung ohne geeigneten Wärmeschutz hineinlässt. Abhilfe verschaffen Maßnahmen wie

  • die Dämmung von Dächern und Böden,
  • die Verschattung von Fenstern und Glastüren,
  • die Installation energiesparender Kühltechnik

Wärmeschutz durch die Dämmung verbessern

Den besten Hitzeschutz erreichen Hausbesitzer durch Dämmung von Dach oder Dachboden. Denn diese hält die Räume kühl und steigert die Behaglichkeit. Geeignet sind dabei schwere Materialien mit hoher Rohdichte. Da diese jedoch meist einen geringen Kälteschutz bieten, empfehlen Experten die Kombination mit anderen Dämmstoffen. Ein Beispiel: Die Dachdämmung mit Mineralwolle zwischen den Sparren und Holzfaserdämmplatten darunter.

Kosten der Dämmung von Dach und Dachboden

Die Maßnahme ist vergleichsweise günstig und sorgt neben behaglichen Temperaturen im Sommer auch für sinkende Heizkosten im Winter. Inklusive Material und Montage können Sanierer bei der Dachdämmung mit 30 bis 200 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die Dämmung des Dachbodens schlägt hingegen mit 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

Förderung der Dämmung zum Wärmeschutz

Über die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) fördert der Staat die Maßnahmen mit Krediten (Programm 151) oder Zuschüssen (Programm 430).

Während sich der Darlehensbetrag um 20 Prozent reduziert, erhalten Sanierer bei der Zuschussvariante 20 Prozent der Kosten zurückerstattet. Die Mittel sind noch vor dem Beginn der Arbeiten mit einem Energieberater zu beantragen.

Ganz komfortabel erfolgt die Beantragung über den Wüstenrot Fördergeld-Service.

Alternativ gibt es heute auch einen Steuerbonus für die Sanierung. Mit diesem ist es möglich, 20 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich geltend zu machen. Insgesamt können Besitzer selbst genutzter Häuser ihre Steuerlast auf diese Weise um bis zu 40.000 Euro senken. Zu beantragen ist die steuerliche Förderung nach Abschluss aller Arbeiten über die Einkommensteuererklärung.

Verschattung zum Schutz vor eindringender Wärme

Ein Großteil der Sommerwärme gelangt über transparente Bauteile wie Fenster oder Türen in das Haus. Wer diese mit einer Verschattungseinrichtung ausstattet, kann den Wärmeeintrag mindern und effektiv zum Wärmeschutz beitragen. Am besten wirken dabei Rollläden oder drehbare Lamellen, die außen vor den Fenstern sitzen. Innen sorgen helle und reflektierende Vorhänge für den besten Wärmeschutz.

Ergänzender Wärmeschutz mit effizienter Kühltechnik

Während Dämmung und Verschattung bereits für einen guten Hitzeschutz sorgen, können technische Anlagen die Temperaturen weiter senken. Einfach und günstig sind dabei Klimageräte, die warme Luft über einen Schlauch nach außen befördern. Führt dieser durch ein geöffnetes Fenster, strömt gleichzeitig Luft von außen ein und die Energiekosten steigen. Besser sind hier fest installierte Geräte zur Innen- oder Außenaufstellung. Diese kosten rund 500 bis 1.000 Euro.

Stand: April 2020

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