Entspannter zum neuen Bad.

Typische Fehler bei der Badsanierung.

Gründe für eine Badsanierung gibt es viele: nicht bedarfsgerecht, klein, unschön oder renovierungsbedürftig. Zusätzlich muss das Bad immer mehr Wohnraumcharakter erfüllen, ein Ort der Entspannung und des Wohlfühlens sein. Damit es das kann, muss es oft erst komplett saniert werden. Das ist kosten-, zeit- und arbeitsintensiv. Vermeiden Sie dabei folgende Fehler, um sich vor schwerwiegenden Folgen für Geldbeutel, Nerven und Zeitplanung zu schützen.

1. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand einer Badsanierung

Eine Badsanierung ist stets mit einem großen Aufwand verbunden – finanziell, zeitlich und arbeitstechnisch. Dieser wird nicht selten unterschätzt. Daher zu Beginn ein paar Fakten: Für ein durchschnittliches Bad, mittlerer Ausstattung können durchaus 20.000 € als Richtwert gesehen werden. Als zeitintensives Vorhaben dauert eine Badsanierung von der akkuraten Planung, über die Lieferzeiten für die Produkte, bis hin zu Wartezeiten und Arbeitsschritten in der Bauphase min. 2 – 3 Monate.

In dieser Zeit stellt die Sanierung eine vollwertige Baustelle in Wohnung und Haus dar. Wichtige Vorkehrungen sind daher das A und O. Staubschutzwände, Schutz für die Laufwege, Container für Bauschutt, freier Zugang für Handwerker und Lieferdienste und ggf. eine Bautoilette müssen organisiert werden.

Seniorenpaar surft auf dem Laptop

2. Welchen Nutzen soll das Bad haben?

Bei der Planung ist es sehr wichtig, genau zu überlegen, wer das Bad nutzen wird. Handelt es sich um eine Großfamilie, Singlehaushalt oder ein Paar? Eventuell ist ein barrierefreier Badbereich notwendig.

Dementsprechend sollte man die Menge und Ausführung der Waschtische und Stauräume, Dusche und/oder Wanne sinnvoll planen, um das neue Bad genießen zu können.

3. Nutzen und Aussehen gehen nicht immer einher

Wellnessoasen, mit goldenen Armaturen, Hochglanzoberflächen und minimalistisch möbliert, so erscheinen Bäder oft in Magazinen und Online-Inspirationsportalen. Praktikabel sind Diese für den Alltag aufgrund von zu wenig Stauraum, hohem Putzaufwand und unhandlichem Design oft nicht. Bei der Inspirationssuche sollte Aussehen daher nicht vor dem Nutzen der Ausstattung kommen.

4. Legen Sie Wert auf die Lichtplanung

Oft sind in alten Bädern meist nur ein Deckenlicht, sowie ein Licht am Spiegel verbaut. Bei einer Sanierung sollte ein eher schmeichelndes, und am besten dimmbares Licht-Konzept geplant werden, welches die Funktionsbereiche unabhängig von Tageszeit und –licht stets gut ausleuchtet. Indirekte Lichtquellen komplettieren die Wohlfühl-Beleuchtung. Achten Sie unbedingt auf die richtige Schutzklasse der Leuchte, um sie vor Eindringen von Wasser zu schützen.

5. Denken Sie an ausreichend Belüftung

In einem Feuchtraum wie dem Badezimmer entsteht eine Menge Wasserdampf, der sich an Oberflächen, Wänden und dem Boden niederschlägt. Damit dieses feuchte Raumklima nicht zu schädlichem Schimmel, unschönen Wasserflecken und muffigem Geruch im Bad führt, muss der Raum gut belüftet werden. Am besten geschieht das durch eine Belüftungsanlage. Aber keine Angst, mittlerweile sind diese Badlüfter geräuscharm und optisch unauffällig.

6. Das Aufmaß: Der entscheidende Moment zwischen Planung und Umsetzung

Zu empfehlen: Bei einem professionellen Aufmaß wird nicht nur das exakte Raummaß erfasst, sondern auch der Verlauf der Leitungen und Stromanschlüsse. Bestehende Grundrisse sind hingegen oft alt und ungenau. Mit jeder falschen Maßangabe könnte die bestellte Ware nicht passen oder Türen an Sanitärobjekte anstoßen.

7. Schallschutz: Damit das stille Örtchen still bleibt

Das Befüllen der Badewanne, Duschwasser oder die WC-Spülung kann im restlichen Haus oder anliegenden Räumen zu einer störenden Geräuschkulisse werden. Ein effektiver Schallschutz ist somit essentiell für eine gute Nachbarschaft. Mit Vorwandinstallationen, sowie einer Vielzahl an Dämmmöglichkeiten können Geräusche so erfolgreich auf ein Minimum reduziert werden.

8. Berücksichtigen Sie bei der Planung den Wasserdruck

Die Regendusche, ein Traum von vielen: Wenn anstatt des Monsunregens aber nur ein Rinnsal aus dem Duschkopf kommt, merken viele erst den Fehler in ihrer Planung. Die Leitung wird für die Regendusche nicht genug versorgt. Achten Sie daher auf die passende Badausstattung für die vorhandene Leitungsführung. Für ein funktionierendes WC sollte zudem eine Abwasserleitung mit ausreichendem Gefälle vorhanden sein, um unangenehme Konsequenzen zu vermeiden.

9. Definieren Sie Ihre Raumaufteilung sinnvoll

Darf man einmal sein Bad selbst planen, kann man schnell zu viel wollen. Ebenerdige Dusche, freistehende Badewanne, Doppelwaschtisch, spülrandloses Hänge-WC, Bidet – der Traum von einem Bad. Platz für all diese Dinge haben aber die Wenigsten. Daher sollte man die Zimmereinteilung bei der Planung realistisch betrachten. Zu wenig Platz zum Bewegen und Drehen im Badezimmer ist für niemanden angenehm. Daher ist weniger oft mehr.

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10. Erwägen Sie professionelle Hilfe: Es lohnt sich

Die Vielzahl an Gewerken, die zusammenkommt, muss stets überblickt und miteinander koordiniert werden, damit es nicht zu unnötigen Zeitverzögerungen kommt. Trockenbauer, Installateure, Fliesenleger, Elektriker und Maler greifen ineinander und bauen aufeinander auf. Ein Sanierender in Eigenregie könnte da schnell den Überblick verlieren und das Nachsehen haben. Ein professioneller Bauleiter beaufsichtigt hingegen stets alle Vorgänge und sorgt für einen fließenden Ablauf.

Autor: Banovo GmbH

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