Ausbaustufen beim Hausbau - Wüstenrot

Mit Eigenleistung beim Hausbau Geld sparen. Das können Sie selber machen.

Fertighäuser, aber auch immer mehr Massivhäuser werden in verschiedenen Ausbaustufen angeboten. Bei Fertighäusern sind es in der Regel drei bis vier Stufen, bei Massivhäusern zwei.Was genau in den Ausbaustufen enthalten ist, kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Beim Vergleich mehrerer Hausanbieter fällt zudem auf, dass es zwischen den einzelnen Ausbaustufen keine klaren Grenzen gibt. Daher erklären wir Ihnen die drei gängigsten Ausbaustufen.

Die drei bekanntesten Ausbaustufen

Was bedeutet "schlüsselfertig"?

Schlüsselfertig = Sofort einziehen?

Der Begriff ”schlüsselfertig” ist nicht gesetzlich geregelt. Daher kann er je nach Anbieter als “bezugsfertig” oder “technikfertig” verstanden werden. Bei bezugsfertigen Häusern sind in der Regel alle Arbeiten am und im Haus abgeschlossen und Sie können einziehen. Bei Zweiterem können beispielsweise Tapeten oder Teppichböden fehlen oder die Sanitäranlagen unvollständig sein, womit vor dem Einzug noch Eigenleistungen zu erbringen sind.

Was ist ein "Ausbauhaus"?

Mehr als ein Rohbau

Bei einem Ausbauhaus sollten Sie über handwerkliches Geschick verfügen oder fachkundige Leute kennen, die Sie unterstützen.

Das typische Ausbauhaus verfügt über eine verputzte Gebäudehülle sowie Fenster und Türen und ist somit wetterfest. Oftmals sind bereits die Rollläden verbaut. Sie können sich daher voll und ganz auf den Innenausbau des Hauses konzentrieren. Hinsichtlich der Dämmung unterscheiden sich die Leistungen der Anbieter gegebenenfalls. Verfügen einige Häuser über eine komplette Dämmung, sind Sie bei anderen Anbietern selbst dafür verantwortlich. Bei diesen Häusern fehlt die Beplankung der Wände und es sind keine Elektro-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen verlegt. In den meisten Fällen sind bereits Leerrohre installiert, durch die alle notwendigen Leitungen verlegt werden können.

Was bedeutet "Bausatzhaus"?

Bausatzhäuser: Der Heimwerkertraum

Nachdem alle Pläne und Baumaterialien auf Ihrem Grundstück eingetroffen sind, sind Sie am Zug, denn der Auf- und Innenausbau liegt bei einem Bausatzhaus in Ihren Händen. Es besteht allerdings kein Grund zur Panik. Viele Anbieter unterstützen Sie bei Bedarf mit Seminaren oder stellen Ihnen Experten zur Seite. Wir empfehlen Ihnen, sich für ein Bausatzhaus zu entscheiden, wenn Sie über die nötige Zeit sowie genug handwerkliches Geschick verfügen. Vielleicht haben Sie aber auch geübte Handwerker im Freundes- oder Familienkreis, die Sie tatkräftig unterstützen können.

Stundenaufwand beim Innenausbau

Tipp

Mehrere Angebote miteinander zu vergleichen, kann durch die unterschiedlichen Leistungsumfänge der Anbieter zur Herausforderung werden. Erfragen Sie beim Anbieter genau, was er unter der jeweiligen Ausbaustufe versteht, welche Leistungen enthalten sind und mit welchen Vergünstigungen gerechnet werden kann.

Anschließend sollten Sie die Angebote von einem externen Experten prüfen lassen. So stellen Sie sicher, dass es zu keinen Missverständnissen kommt und Sie das Haus erhalten, dass Sie sich wünschen.

Diese Arbeiten können Sie selber machen

Beim Ausbau eines Hauses fallen Arbeiten an, die handwerkliches Geschick voraussetzen. Auch wenn eine Pauschalisierung schwierig ist, könnten geübte Heimwerker folgende Arbeiten im und am Haus selbst durchführen:

  • Dachausbau und Dachdämmung
  • Tapezier- und Malerarbeiten
  • Fußböden und Fliesen verlegen
  • Zimmertüren einsetzen
  • Garten anlegen

Schritt für Schritt zum eigenen Projekt

Mit einfachen DIY-Anleitungen zeigen wir Ihnen, wie Sie mit etwas handwerklichem Geschick Ihr eigenes Projekt verwirklichen.

Sparen Sie beim Ausbau- oder Bausatzhaus?

Ausbauhäuser und Bausatzhäuser sind in der Regel günstiger als schlüsselfertige Varianten. Pauschal lässt sich jedoch nicht sagen, wie viel Geld Sie persönlich einsparen, was mit mehreren Faktoren zusammenhängt:

  • Anbieter
  • Wohnfläche
  • Anteil der Eigenleistung
  • Laufende Kosten (Miete)
  • Zeit

Ihre Lebenssituation hat Einfluss darauf, ob sich Eigenleistungen für Sie lohnen können oder nicht. Wenn Sie Doppelbelastungen durch Kredite bzw. Mietzahlungen sowie die Anschaffung von Baumaterialien stemmen können, kann sich ein Ausbau- oder Bausatzhaus durchaus für Sie lohnen.

Das sollten Sie beachten

Zeit

Der Auf- und Ausbau eines Hauses kostet Zeit. Gerade wenn Sie sich neben Ihrem eigentlichen Beruf darum kümmern, kann sich der Bau in die Länge ziehen. Auch fehlende Übung und nicht vorhandenes Werkzeug wirken sich negativ auf den Bauverlauf aus. Profihandwerker haben die notwendigen Arbeitsschritte im Kopf. Als Laie müssen Sie ggf. Zeit für Recherchen aufwenden.

Selbstüberschätzung

Jeder, der über handwerkliches Interesse verfügt, hat Grundwissen auf diesem Gebiet. In der Realität ist es oftmals aber nicht so einfach, wie gedacht. Nicht ohne Grund erfordern die meisten Berufe eine mehrjährige Ausbildung. Profis unterscheiden sich von Laien nicht ausschließlich durch die vorzuweisenden Erfolge, sondern durch Erfahrung im Umgang mit unvorhersehbaren Herausforderungen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Arbeiten Sie sich zutrauen und welche Sie einem Profi überlassen. So vermeiden Sie Schönheitsfehler am und im Haus, mit denen Sie mitunter jahrelang leben müssten.

Fazit

Verfügen Sie über genug Zeit und handwerkliche Kenntnisse, können Sie bei Ausbau- und Bausatzhäusern Bares sparen. Fokussieren Sie sich zu Beginn Schlaf- und Kinderzimmer, Badezimmer und Küche. So können Sie bereits während des Baus in das Haus ziehen und finanzielle Doppelbelastungen vermeiden. Die restlichen Räume können Sie im Anschluss Schritt für Schritt angehen. So sparen Sie nicht nur Zeit und Geld, sondern erhöhen Ihre Motivation, die Arbeiten zügig abzuschließen.

Auf der Seite unseres Partners fertighaus.de erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie noch haben, mit Eigenleistung bei Ausbau- und Bausatzhäusern Geld zu sparen.

Autor: Fertighaus.de

Wichtige Informationen

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